IKT in der Pflegeausbildung

Foto: Dr. Michaela Endemann

Foto: Dr. Michaela Endemann

Am diesjährigen CARECAMP war Michaela Endemann, die als Journalistin für die Zeitschrift ÖKZ schreibt, anwesend und hat unter den CarecamperInnen eine Umfrage durchgeführt zum Thema „Integration von IKT/ Informations- und Kommunikationstechnologie in der Pflegeausbildung“.

Ich freue mich hier das Ergebnis der Umfrage veröffentlichen zu dürfen, den Artikel von Dr. Endemann, erschienen in der ÖKZ – Das österreichische Gesundheitswesen Ausgabe 5/ 2015.

IT-Ausbildung Pflege ÖKZ 5 2015 (2)

Das dritte CARECAMP! So wars…

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Am 27. und 28. März 2015 fand zum dritten Mal in Salzburg das CARECAMP statt. Nach 2013 und 2104 haben sich auch dieses Jahr wieder rund 80 TeilnehmerInnen im Hotel Heffterhof in Salzburg  eingefunden, um sich an diesem neuen, innovativen Veranstaltungsformat zu beteiligen. Angereist sind die TeilnehmerInnen auch dieses Jahr wieder aus allen Teilen Österreichs und aus Deutschland. Elsbeth Rütten, Obfrau der Ambulante Versorgungsbrücken e.V. hat sicher mit Abstand die längste Anreise auf sich genommen hat: Sie ist aus Bremen.

Sonja Schiff (links), eine der Organisatorinnen des Carecamps) mit der weitangereisten Elsbeth Rütten.

Sonja Schiff (links), eine der Organisatorinnen des Carecamps, mit der weitangereisten Elsbeth Rütten.

Die TeilnehmerInnen – das macht das CARECAMP so bunt

Die TeilnehmerInnen kommen nicht nur aus fast allen Ecken des deutschsprachigen Raums, sondern auch aus ganz verschiedenen Berufsgruppen. Dabei waren auch dieses Jahr PflegehelferInnen FachsozialbetreuerInnen, DGKP´s, die in ganz unterschiedlichen Arbeitsfeldern tätig sind z.B. als Pflegeperson, Heimleitung, Pflegeleitung, Studierende, PflegewissenschaftlerInnen und Lehrende. Auch pflegende Angehörige, Interessierte und…. waren dabei. Die vollständige Anmeldeliste der TeilnehmerInnen gibt’s hier einzusehen.

Wir sind davon überzeugt, dass gerade diese Vielfalt und “Buntheit” der TeilnehmerInnen, deren Themen und Interessen das CARECAMP zu dem machen, was wir bisher erlebt haben: ein ganz inspirierendes, innovatives und begeisterndes Forum für Pflegethemen.

Das Format barcamp – das schafft die Grundlage und Struktur

Wie inzwischen bekannt gibt es auf barcamps (das CARECAMP ist ein barcamp zum Thema CARE) keine klassischen Vorträge von (bezahlten) Referentinnen, sondern die Teilnehmerinnen selbst bieten Sessions (Workshops) zu ihren Themen und Erfahrungen an. Über die eingebrachten Sessionangebote wird demokratisch abgestimmt und auf dieser Basis die Raumzuteilung und Ablaufsplanung erstellt. Bei einer Session steht auch – im Gegensatz zu einem Vortrag – vielmehr die Diskussion, der Austausch, das Mit- und Voneinander-Lernen im Zentrum.

Die Aufgabe von uns, dem Organisationsteam, ist es den Rahmen für eine solche Veranstaltung zur Verfügung stellen. Das heißt v.a. dafür zu sorgen, dass genügend SponsorInnen gefunden werden, damit der Beitrag für die CARECAMPer möglichst gering bleibt. Daneben, nicht weniger wichtig, steht die Aufgabe das CARECAMP entsprechen bekanntzumachen. Dies geschieht  – wie bei barcamps üblich – v.a.  über Soziale Medien, in unserem Fall in erster Linie über Twitter, Facebook und natürlich auch über unseren, diesen Blog. Wir, die Organisatorinnen, sind dann natürlich auch vor Ort, moderieren den Beginn, die Sessionauswahl und den Abschluss der Veranstaltung. Und auch an den Sessions nehmen wir teil bzw. halten sogar selbst eine.

Beim Empfang: Sonja Schiff und unsere sehr gut organsierten und tatkräftigen Unterstützerinnen Petra Schnettgen und Sylvia Waldschütz

Beim Empfang: Sonja Schiff und unsere sehr gut organsierten und tatkräftigen Unterstützerinnen Petra Schnettgen und Sylvia Waldschütz

Die Sessions- die Sessionanbieter – das waren die Inhalte

Hier das Programm des CARECAMPs 2015 als Übersicht: CARECAMP – Sessioneinteilung 2015

Zudem haben wir alle SessionanbieterInnen gebeten uns – wenn vorhanden – ihre Präsentation zu senden, damit wir sie allen TeilnehmerInnen und Interessierten öffentlich zugänglich machen können. Leider haben wir heuer nur von vier  SessionanbieterInnen Sessionunterlagen erhalten, viele Sessionanbieter haben zudem heuer mit Flips oder überhaupt ohne Medien gearbeitet.

Hier die abgegebenen Sessionunterlagen.

Raphael Schönborn
Session: Demenz im Spannungsverhältnis zwischen Verdrängung und Akzeptanz. Demenz_im_Spannungsverhätlnis_zwischen_Verdrängung_und_Akzeptanz_PPP_Car

Sebastian Scharfetter
Session: Spiritual Care
Session Spiritual Care

Ursula Halbmayr-Kubicsek
Advanced Care Planning in der stationären Altenpflege
Advance Care Planning in der stationären Altenpflege

Johannes Wallner
Nachhaltig pflegen – Nachhaltigkeitsstrategie SeneCura
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Unser persönliches Resümee als Organisationsteam

Es war wieder großartig zu erleben, wie gut dieses offene Veranstaltungsformat ankommt und welche Begeisterung es auslöst.

Gleich bei der Anmeldung gab es für viele ein großes „Hallo“. Viele der TeilnehmerInnen kannten sich bereits von den vorhergehenden Carecamps. Es war sicher für viele ein erfreuliches Wiedersehn, in gute Stimmung, mit intensiven Gespräche und das alles in einer entspannten Atmosphäre.

Vielen DANK an alle TeilnehmerInnen fürs Dabeisein und Mitgestalten – ob mit einer Session, mit Diskussionsbeiträgen oder in der organisatorischen Mithilfe. Es hat auch uns wieder sehr viel Freude bereitet!

Vielen DANK auch für eure Rückmeldungen, die ihr gegen Ende der Veranstaltungen auf den Pinnwänden hinterlassen habt, die wir hier nochmals zusammengefasst haben: CARECAMP 2015 – Feedback

Und… es gibt Fotos und ein Video vom CARECAMP!

Auch dieses Jahr haben wir wieder einige Fotos „eingesammelt“ und hier auf dem
Flickr-Fotostream veröffentlicht. Wer noch weitere Fotos hat, kann diese uns gern schicken……Wer schwelgt nicht gern in schönen Erinnerung!

Eva Prinz, eine Teilnehmerin hat zudem ein kleines Video gedreht. Danke Eva!

Tja, und jetzt noch die Frage…. Wird es ein CARECAMP 2016 geben?

Diese Frage beschäftigt uns zurzeit selbst. Noch sind wir in Abklärungen, nach verschiedenen Richtungen. Eins ist schon mal klar: Es wird von uns organisierte ein weiteres CARECAMP geben, vermutlich auch in Salzburg. Näheres zu Ort und Zeit werden wir auf diesem Blog bekanntgeben. Diejenige, von denen wir die Emailadressen haben, werden wir per Email informieren. Alle andere erfahren Neuigkeiten via  Facebook-Seite, Facebook-Gruppe oder Twitter. Also dran bleiben an uns!

Ein großer DANK an unsere Sponsoren!

Das CARECAMP gäbe es ohne sie nicht. Herzlichen DANK an alle!

Besonders hervorzuheben ist, dass SeneCura das CARECAMP bereits zum dritten Mal als Hauptsponsor unterstützt. Attends und Enpp-Böhm Bildung- und Forschungsgesellschaft mbH sind ebenfalls schon seit drei Jahren mit dabei. Janssen Cilag war dieses und auch schon letztes Jahr unser Großsponsor.

Und hier nochmals die Zusammenstellung der diesjährigen Sponsoren:

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Sessionangebot Kracher/ Krahbichler

Alois Krahbichler/ Bernhard Kracher – Magistrat Salzburg, Seniorenwohnhäuser

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Sessiontitel:
Hausgemeinschaft und Normalitätsprinzip
Unsere Arbeitsstätte ist das Seniorenwohnhaus Hellbrunn- Haus Freisaal des Magistrat Salzburg. Der Magistrat Salzburg hat in den letzten Jahren einige neue Konzepte eingeführt, unter anderem das Konzept der Hausgemeinschaft.
Wir wollen daher von den Hausgemeinschaften berichten und das Prinzip der Normalität mit Euch diskutieren.
Freuen uns!

Sessionangebot Dorith Altenburg

Dorith Altenburg – dorithaltenburg.de

dorith altenburg

Sessiontitel:
Was brauchen Männer/ Frauen, die Angehörige privat pflegen, von ihrem Arbeitgeber?

Da ich derzeit an einem Konzept arbeite, Unternehmen dabei zu unterstützen, individuelle Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Beruf und Pflege zu entwickeln, würde ich mich sehr freuen, mit Euch diese Frage zu diskutieren.

Denn die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist eine schwierige, bisher ungelöste Herausforderung, die individuelle, auf die jeweilige Person, aber auch das jeweilige Unternehmen abgestimmte Lösungen braucht. Dabei müssen Mitarbeiter, die Angehörige pflegen, die Kollegen und Vorgesetzten und das Unternehmen selbst ein hohes Maß an Flexibilität und Einfühlungsvermögen mitbringen, um sich sensibel auf sich verändernde Bedürfnisse und Gegebenheiten einzustellen. Damit dies gelingt, ist eine wichtige Voraussetzung, dass alle Beteiligten verantwortungsvoll, einfühlsam, respektvoll und wohlwollend miteinander umgehen. Es reicht nicht, geeignete Maßnahmen einzuführen, gegebenenfalls sogar von oben zu verordnen und dann das Thema Vereinbarkeit für abgeschlossen zu erklären. Vielmehr braucht es flankierende Workshops, um die Akzeptanz für die entsprechenden Lösungen zu stärken und die Kollegen in die Situation zu versetzen zu erkennen, dass ihre pflegenden Kollegen in einer einzigartigen Situation sind, die sie auf ihre ganz individuelle Weise zu lösen versuchen und dabei jede erdenklich mögliche Unterstützung verdient haben. Aber auch diejenigen, die privat pflegen sollten anerkennen, wenn ihre Kollegen zum Teil große Opfer bringen, um ihnen den Rücken frei zu halten. Gegenseitige Wertschätzung und Akzeptanz ist die Voraussetzung für eine gelingende Vereinbarkeit.

Ich freue mich auf eine spannende Diskussion!

Sessionangebot Maria Hoppe

Maria Hoppe -Österreichisches Institut für Validation

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Sessiontitel:
Kommunikation im Pflege- und Betreuungsalltag mit Validation nach Naomi Feil

In meiner Session gehen wir der Frage nach, wie Wohlfühlen und Entlastung im Umgang mit Menschen mit Demenz gelingen und gefördert werden kann. Wir werden über mögliche Strategien und Methoden diskutieren und diese im Rollenspiel zu Beispielen aus der Praxis und dem persönlichen Erfahrungsschatz der Teilnehmerinnen ausprobieren.

Ich freue mich!

Sessionangebot Elsbeth Rütten

Elsbeth Rütten – Ambulante Versorgungsbrücken e. V./ Bremen

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Sessiontitel:
Wohlfühlanrufe – Damit Zuhause Zukunft hat

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ lässt der Fuchs den kleinen Prinzen an seiner Lebenserfahrung teilhaben.  Ist das berühmte Zitat aus der „Kleine Prinz“ in das Angebot der Wohlfühlanrufe zu übertragen?

Ich stelle drei unterschiedliche Beispiele aus der Praxis der Wohlfühltelefonie vor. Der Verein Ambulante Versorgungsbrücken e. V. aus Bremen bietet seit mehr als drei Jahren telefonische Brücken der Begegnung an. Welche Rahmenbedingungen und Begegnungsformen braucht es, um sich ohne Face to Face – Begegnung verbindlich einlassen zu können? Wie grenzen sich „Hausbesuche per Telefon“ vom herkömmlichen Krisen- und Beratungstelefon ab?

Können die Anrufe etwas bewirken?
Wenn ja, welche Effekte erzielt sie?
Was steht im Mittelpunkt?
Welche Ziele gibt es?

Ich freue mich über eine spannende Diskussion zum Für und Wider sozialer Kommunikation und den Einsatz von modernen Medien.

Sessionangebot Gabriele Huber und Michaela Wallmann

Mag. Gabriele Huber und Michaela Wallmann – Diakoniewerk Salzburg

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Sessiontitel:
Die Freiwilligen-Netzwerke Salzburg – ein neuer Akteur in der Begleitung von SeniorInnen

Neben den professionellen Betreuungsangeboten für SeniorInnen entstehen zunehmend alternative Formen von Begleitung im Alltag. Die Freiwilligen-Netzwerke Salzburg nehmen hier seit nunmehr 5 Jahren eine Vorreiterrolle ein. Über 60 Freiwillige besuchen in der Stadt Salzburg regelmäßig SeniorInnen zu Hause.
Wir möchten Ihnen in der Session die Freiwilligen-Netzwerke näher vorstellen und auf die Rolle des Netzwerkes im Spannungsfeld zwischen Haupt- und Ehrenamt eingehen.

Sessioanangebot Sonja Schiff

Sonja Schiff, MA (Gerontologie), DGKS – Care.Consulting

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Sessiontitel:
Was nehmen Altenpflegepersonen aus den Begegnungen mit alten Menschen für ihr Leben mit? – eine etwas andere Betrachtung von Altenpflege

Seit einigen Wochen schreibe ich auf der deutschsprachigen Bloggingplattform Artikel über die Altenpflege. Ich erzähle vor allem Geschichten von Begegnungen mit alten Menschen, die wir in der Altenpflege immer wieder haben und gebe so einen kleinen Einblick in die Arbeit von Altenpflegerinnen.

Hier als Beispiel ein Artikel mit dem Titel „Würden Sie mich noch einmal umarmen Schwester?“.

Was mich nun im Zuge der Artikel sehr beschäftigt ist die Frage, ob AltenpflegerInnen von ihren Patientinnen/ Bewohnerinnen eigentlich etwas mitnehmen? Also, lernen wir AltenpflegerInnen von den alten Menschen? Und wenn ja, was?

Freu mich auf die Diskussion!

Liebe Grüße

 

Sessionanagebot Elisabeth Koch

Elisabeth Koch – DGKS, im hämatoonkologischen Bereich tätig, leidenschaftliche Mundharmonikaspielerin

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Sessiontitel:
Projekt “Musizieren im Krankenhaus” 

Meine Überzeugung: „Freude, ist wie die Liebe, sie VERDOPPELT sich wenn sie GETEILT wird“. Freude aktiviert unsere Selbstheilungskräfte. Freude macht Menschen glücklich, hoffnungsvoll und selbstbewusster.
Mundharmonikaspielen, alleine oder in der Gruppe, macht Freude. Ein Lied zu einen bestimmten Anlass, oder einfach so, einem lieben Menschen vorzutragen macht Freude und macht glücklich.
Im Krankenhaus der Elisabethinen Linz gab es im Dezember 2014 ein außergewöhnliches Adventkonzert mit 50 Mundharmonikaspieler/Innen der onkologischen Abteilung. Dieses Konzert war Teil des Projektes „Musizieren im Krankenhaus“. Zielgruppe des Projektes sind onkologische Patienten/Innen , deren Angehörige, Mitarbeiter/Innen der Hämatoonkologie und Ordensfrauen. Es bedurfte KEINER musikalischen Vorkenntnisse.
Das aktive Musizieren ermöglicht onkologischen Patienten/Innen eine neue Art der Krankheitsbewältigung. Während des Musizierens kann nicht an die Krankheit gedacht werden, und die Gruppe gibt Kraft, Halt und Lebensfreude.

Ich möchte am CARECAMP von diesem Projekt erzählen und darüber diskutieren.

Sessionangebot Raphael Schönborn

Raphael Schönborn – selbständig, www.raphael-schoenborn.at

raphael schönborn

Sessiontitel:
Demenz im Spannungsverhältnis zwischen Verdrängung und Akzeptanz.

In der Session beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Bewältigungsstrategien von Menschen mit Demenz. Dafür setzen wir uns mit dem Phänomen auseinander, warum es manchen Betroffenen möglich ist, vollkommen offen mit ihren kognitiven Beeinträchtigungen umzugehen, wohingegen die meisten Betroffenen ihre Defizite größtenteils verdrängen und verleugnen müssen. Des Weiteren verfolgen wir die Fragen welche Konsequenzen dies für den professionellen bedürfnisgerechten Umgang mit Menschen mit Demenz und deren Angehörige hat, welches Spannungsverhältnis sich daraus für die Selbstbestimmungsbewegung von Menschen mit Demenz ableiten lässt und welcher gesellschaftliche Auftrag sich daraus ergibt.