Nachbericht CARECAMP 2013

Am 8. und 9. März 2013 war es so weit. Das erste deutschsprachige Barcamp zum Thema „Care“, das CARECAMP feierte Premiere.

Was ist ein CARECAMP?

Das CARECAMP ist eine neue, innovative Tagungsform genannt Barcamp zum Thema „Care“. Ein Carecamp ist eine offene Tagung (Unkonferenz) und hat Ähnlichkeiten mit der Open Space-Methode, ist aber freier. Auf einem Carecamp finden keine Vorträge statt, sondern Sessions (Kurzvorträge mit Diskussion). Der Ablaufplan für das Barcamp wird zu Beginn, gemeinsam mit den TeilnehmerInnen, erstellt und festgelegt.

Auf einem Carecamp gibt es nicht, wie auf normalen Tagungen üblich, auf der einen Seite ZuhörerInnen und auf der anderen ReferentInnen, sondern ausschließlich TeilnehmerInnen. Jede TeilnehmerIn ist auch Expertin und kann Sessions anbieten.

Barcamps, und so auch das Carecamp, sind entstanden aus dem Bedürfnis heraus sich in einer offenen Umgebung austauschen und voneinander zu lernen. Das Carecamp ist eine sehr intensive Veranstaltung mit Diskussionen, Präsentationen und Interaktion der TeilnehmerInnen untereinander.

Tradition auf einem Barcamp ist außerdem, daß den TeilnehmerInnen möglichst geringe Kosten entstehen. Dieser niederschwellige Zugang war uns auch für das Carecamp wichtig. Die Finanzierung erfolgte daher zum größten Teil über Sponsoren.

Die TeilnehmerInnen/ die Carecamper

Gekommen sind 74 Menschen aus dem Arbeitsfeld „Care und dieses Publikum war „bunt“ – vom Unternehmensberater, Geschäftsführer, Demenzexperten über PflegewissenschaftlerInnen, Pflegefachkräfte, Pflegelehrende bis Menschen, die sich mit Ambient assisting living auseinander setzen, Pflegende Angehörige, BewohnervertreterInnen, ErgotherapeutInnen und und und…..

Wie haben die TeilnehmerInnen vom CARECAMP erfahren?

Beim Check-in haben wir die TeilnehmerInnen gefragt, wie sie zum Carecamp gekommen sind, wie sie vom Carecamp erfahren haben. Etwa 30 Personen haben das Carecamp über das Internet gefunden (vor allem Facebook). Der größte Teil der Carecamper hat aber via Mail und auf persönlichem Weg vom CARECAMP erfahren, von der Freundin, von der Kollegin, vom Vorgesetzten. Die „Buschtrommel“ Mundpropaganda scheint also am besten gewirkt zu haben.

Das Anmeldeverfahren im Vorfeld

Die Anmeldung zum CARECAMP, uns war wichtig dass sie öffentlich einsehbar ist, haben wir (wie bei Barcamps üblich) über ein Wiki-System abgewickelt. Interessierte konnten sich direkt im Wiki eintragen oder sich auch via Mail anmelden und die Organisatorin Sonja Schiff übernahm den Eintrag ins Wiki. Interessant für uns als Organisatorinnen: 90% der Carecamper kamen mit dem Wiki-System NICHT zurecht und meldeten sich via Mail an! Über das Anmeldeverfahren müssen wir als Organisatorinnen also nachdenken.

Neben der Teilnahme konnte man am Wiki auch gleich eine Session anmelden.

Hier ein Blick auf das Anmeldewiki – Sie sehen die angemeldeten TeilnehmerInnen, sowie die Sessionangebote.

Der Ablauf des CARECAMP

Nach einer kleines Einführung zum Beginn des CARECAMPS- es ging darum das neue Tagungsformat Barcamp und wie es funktioniert vorzustellen, machten sich die TeilnehmerInnnen mit einer Vorstellungsrunde mit „3 Tags“ bekannt. Danach stellten die SessionanbieterInnen ihre Sessionangebote kurz vor und es wurden die Sessions von den TeilnehmerInnen mit Klebepunkten abgestimmt. Danach wurde von uns Organisatorinnen das Programm des CARECAMPS erstellt und vorgestellt. Und dann ging es auch schon los!

Es fanden am CARECAMP 6 Sessionrunden a 3 Sessions statt, insgesamt also 18 Sessions. Hier das Programm des ersten Tages und hier das Programm des zweiten Tages.

Die Sessions- die Sessionanbieter – Unterlagen zu den Sessions 

Alle Sessionleiter waren aufgerufen ihre, wenn vorhanden, Präsentationen entweder online zu stellen oder dem Organisationsteam zu mailen, um sie allen TeilnehmerInnen und Interessierten öffentlich zugänglich zu machen.

Hier nun jene Session, für die Unterlagen zur Veröffentlichung bereit gestellt wurden.

Birgit Meinhard Schiebel: „damit hab ich nicht gerechnet – wenn beziehungsmenschen pflegen.“ IG Pflege 2012 Präsentation

Werner Thomas:  Wieviel Markt verträgt die Pflege?
Input: http://de.slideshare.net/adservio/pflege-und-markt
Literaturliste:https://delicious.com/#adservio/carecamp2013

Michi Endemann: Social Media Networks und Pflege – was tut sich in Österreich?
Flip: http://de.slideshare.net/wissit/healthcare-social-media-in-der-pflege

Diana Brodda: Akademisierung in der Pflege. Erste Erfahrungen mit dem Online-Studium. diana brodda_onlinestudium pmu

Joahnnes Wallner: Arbeitsmodelle für MitarbeiterInnen 50+
Johannes Wallner-arbeitsmodelle 50plus

Rosemarie Bleil: Klangschalen, Heimat- und Natursnoezelen in der Pflege bei Demenz. Soziale Vernetzung mit Kommune, Beispiel Traktor Restauration.
Heimat- und Natursnoezelen Rosemarie Bleil
Film des Bayrischen Fernsehens über das Bulldog-Projekt

Karin Eder/ Melanie Zinner: Theoriefundierte Beratung in der Pflege – professionelles Arbeiten als Profession. Beratung in der Pflege_Eder_Zinner_Fische_neu

Nicole Stulier: Wie kann es in Einrichtungen der stationären Altenhilfe (unter den gegebenen Rahmenbedingungen) gelingen, das Leben und Wohnen stärker in den Vordergrund zu stellen? LeWo CAZ

Erich Hofer: Aufführung Juchli – Biografie-Film „Leiden schafft Pflege, ein Leben für die Würde des Menschen“. Schweiz 2013, Regie: Marianne Pletscher. Video, Farbe, 30 min. (mit zusätzlichem reichen Bonus-Material, ideal auch für Unterrichtszwecke). Trailer und direkte Bestellmöglichkeit per Mail: www.LAZARUS.at

Neu war die Art der Tagung für alle Carecamper. Sessionleiter mussten ebenso umdenken wie Sessionteilnehmer. Gefragt war in den Sessions kein Vortrag, sondern ein Input von ca. 15/20 Minuten und danach eine Diskussion zu moderieren. Die TeilnehmerInnen wiederum mussten lernen sich nicht wie auf üblichen Kongressen und Tagungen zu verhalten. Man durfte den Raum verlassen, man war aufgerufen zu lange Vorträge zu stoppen und Diskussion einzufordern. Nach ein wenig Zögern und Angepasstheit zu Beginn des Carecamps, wurden die „neuen Regeln“ des Tagens aber rasch umgesetzt.

Aus unserer Sicht als Organisationsteam ist an den 1,5 Tagen CARECAMP, auch durch das angenehme Ambiente im Heffterhof, eine fast intime Stimmung zwischen den TeilnehmerInnen entstanden und sehr viel Begeisterung für Diskussion und Mitgestaltung.

Wir haben- via großer Pinnwand- die Carecamper gebeten uns Rückmeldungen und auch Verbesserungsvorschläge zum CARECAMP zu geben.

Was fanden die Carecamper gut am CARECAMP 2013?

Sehr gut organisiert, interessante Themen, tolle Diskussionen, kann einiges direkt umsetzen, Input für persönliche Weiterbildung bekommen.
Alles super. Und super wäre noch eine emailliste aller Teilnehmerer.
Alles- die Idee, das Organisationsteam, den mUt, die Begegnungen und der Austausch
Selten so viele motivierte und professionelle Leute auf einem Haufen getroffen. Super!
Dass es Sponsoren gab!
Tolle Stimmung, tolle Leute, tolle Idee, tolles Organisationsteam.
Super Stimmung, interessante Leute.
Die Diskussionen!
Die Vielfalt- gut organisiert, innovativ, breites Angebot, Gratulation an das Organisationsteam.
Carecamp-Idee ist einmalig, top organisiert.
Innovation
Connections knüpfen
Beziehungen aufbauen, bunte Mischung, super organisiert.
Absolut gute Idee, gute Vorbereitung
So viele interessante Menschen
Unbedingt wieder!
Nächstes Jahr eine Fortsetzung bitte!
Viele interessante Denkansätze- nicht nur für Beruf, sondern auch für persönliche Weiterentwicklung
Themen zur Auswahl- anregend – verschiedene Meinungen- Sichtweisen- ermutigend- Diskussion

Was sollte/ könnte beim nächsten CARECAMP besser sein?

Noch mehr Input, mehr Leute!
Mir fehlte das Diskutieren am Abend
Ev. Sessionabstimmung vorher im Internet
Input kürzen, Austausch stärken!
Sessions verlängern/ längere Sessions
Mir fehlte die Zukunftsvision Pflege
Veranstaltungsort Wien
Einbindung ins Internet während Carecamp
Teilweise war es schwer sich einzubringen
Super Sache, gute Idee, gut umgesetzt, ev. im Vorfeld noch besser ankündigen.
Wo sind die Leute von der Pflegebasis?  – ich bin da. Ich auch, hier bin ich!
Mehr Mut zum switchen, liebe Leute!
Carecamper Zeiten einhalten – Pünktlichkeit, Eigenverantwortung übernehmen.
Themen ev. deutlicher machen, zum Teil erwartet man sich etwas ganz anderes.

Unser persönliches Resumee als Organisationsteam

Es war großartig zu beobachten, wie die Idee des CARECAMPs „zündet“.  Eigentlich schon von Beginn an war die Stimmung großartig.  Wir haben viel Begeisterung erlebt und große Lust das Carecamp mitzugestalten.  Wir haben Spaß erlebt und viel Neugierde. Spaß am diskutieren, daran Stellung zu beziehen, Neugierde auf andere Meinungen und Sichtweisen.

Wir wollen daher noch einmal allen TeilnehmerInnen danken fürs Dabeisein und Mitgestalten- ob mit einer Session, mit Diskussionsbeiträgen oder organisatorischen Hilfestellungen. DANKE!

Außerdem wollen wir auch an dieser Stelle auch noch einmal unseren Sponsorinnen Danke sagen für die großzügige Unterstützung.

Viele Carecamper haben am Ende des Carecamps berichtet, wie unglaublich motivierend und inspirierend die Veranstaltung für sie gewesen wäre. Aus unserer Sicht besteht ein großer Bedarf an „Miteinander reden und Voneinander lernen“ und damit an neuen Tagungsformen. Wir freuen uns mit dem CARECAMP hierzu ein Stück beizutragen.

Gibs Fotos vom CARECAMP?

Leider nur wenige. Als Organisationsteam haben wir zwar versucht ein wenig das Carecamp zu dokumentieren, aber so richtig geklappt hat das nicht. Und vor allem: So eine Handykamera macht nicht wirklich gute Fotos.

Auch wir, Dorothee und Sonja, sind auf keinem Foto zu sehen. Als hätte es uns am Carecamp gar nicht gegeben 🙁 Also, wer ein Foto von uns gemacht hat, nur her damit!!

Hier gehts zum Flickr Foto Stream

DAS ist also ein Punkt den wir beim nächsten Mal sicher ändern wollen. Und es gibt einen Carecamper, er ist ausgebildeter Fotograf, der sich schon bereit erklärt hat für gute Fotos zu sorgen.

Und zu guter Letzt die Frage der Fragen: Wir es ein nächstes CARECAMP geben?

Jaaaaaaaaaaa, wird es! Am Besten den Termin schon heute vormerken!
Das Carecamp 2014 findet am 28.-29. März 2014 in Salzburg, im Heffterhof statt. Die Anmeldung wird Anfang November eröffnet, Teilnahmerzahl maximal 130.

Daher bleibt dran an uns via Facebook-SeiteFacebook-Gruppe oder Twitter.

 

Wir danken nachfolgenden SPONSOREN für die großzügige Unterstützung
Premium-Sponsor


Senecura ist mit der Übernahme des „Premium-Sponsor-Paketes“ der Hauptsponsor des CARECAMPS. Darüber hinaus unterstützt Senecura mit einer zusätzlichen Geldleistung unser Anliegen, das CARECAMP für die TeilnehmerInnen möglichst kostenfrei zu halten. Danke dafür! Wir wissen Ihre Unterstützung sehr zu schätzen.

Weitere SponsorInnen

Wir bedanken uns herzlich bei der Firma ATTENDS für die finanzielle Unterstützung.

 

Herzlichen Dank an das Institut für Pflegewissenschaft und –praxis der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität für die finanzielle Unterstützung, sowie die breite Bewerbung des CARECAMPS unter den Studierenden.

Herzlichen Dank an das Peter Hess Institut für die finanzielle Unterstützung!

 

Vielen Dank an die Firma Arjohuntleigh für die Unterstützung des Carecamps.

Herzlichen Dank an die Firma Serobac.

Wir freuen uns über die Unterstützung als Sponsor bei Schoeller Medical AG.

 

Wir freuen uns, daß auch die Altenpflegemesse 2013/ Nürnberg Messe das Carecamp unterstützt!

Wir freuen uns sehr auch einen Sponsor aus der Schweiz begrüßen zu dürfen. Der Demenzladen BASEL unterstützt das CARECAMP.

Sach-Sponsoren


Der Verlag Hans Huber stellt uns Bücher aus seinem Programm zur Verfügung, die wir am CARECAMP verkaufen können. Herzlichen Dank dafür!


Einen herzlichen Dank auch an den MABUSE Verlag für die großzügige Sachspende. Wir freuen uns die gespendete Literatur beim CARECAMP verkaufen zu können.

 

MedienpartnerInnen

Danke dem LAZARUS PflegeNetzWerk für die Medienpartnerschaft und damit für die kostenfreie Bewerbung des CARECAMPS im Lazarus-Newsletter.

 

Unser Dank gilt auch Lebenswelt Heim für die Unterstützung in der Bewerbung des CARECAMPS in all deren Medien.

Unser Dank für die tatkräftige Bewerbung des CARECAMPS online via www.medtermine.at sowie via Twitter und Facebook richtet sich auch an Dr. Michaela Endemann.

 

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