Sessionangebote Ph. Bammer und S. Schiff

Das CARECAMP kommt näher und näher. Mittlerweile sind 83 Teilnehmerinnen angemeldet. Wir als Organisatorinnen gehen jetzt in den Endspurt! Letzte Sponsoren werden gesucht, technische Fragen geklärt, am Ablauf wird getüftelt und im Blog werden in den nächsten Wochen nach und nach alle Sessionangebote vorgestellt. Damit Ihr euch ein wenig einstellen könnt auf das was kommt 🙂

Hier die ersten beiden Sessionangebote und die Menschen dahinter:

Marc Philipp Bammer, MHPE, DGKP – Lehrer für Gesundheits- und Krankenpflege, Landeskrankenpflegeschule Salzburg

bammer Sessiontitel: „Rebellion der Pflegekräfte“ (BRD: Aktion „Pflege liegt am Boden“/ FL: Tausende Pflegerinnen drohen mit Kündigung)- Was will die Pflege, was kann sie erreichen?

Rückblickend betrachtet gab es immer wieder Phasen des sogenannten Pflegenotstandes,- früher wurden diese Phasen ebenfalls oft durch „kämpferische“ Maßnahmen behoben. Menschen, welche sich zusammengetan haben um Verbesserungen für den Berufsstand zu erzielen. Heute spitzt sich die Lage ebenfalls zu, indem die demografische Entwicklung immer mehr zum tragen kommt und Regierungen sparen müssen wo sie nur können. Besonders schlimm erscheint die Lage in Deutschland in der der soziale Sektor weitgehend privatisiert wurde und es keinen gesetzlichen Personalschlüssel gibt. Das sich entsprechender Widerstand formiert ist demnach verständlich,- doch wodurch zeigt sich dieser und welcher Widerstand ist wirklich für den Pflegeberuf hilfreich?

Sonja Schiff, Gerontologin, Altenpflegeexpertin, Careconsulting, Carecamp

Sonja Schiff

Sonja Schiff

Sessiontitel: Missstände/ strukturelle Gewalt als MitarbeiterIn (öffentlich) aufzeigen und melden – HeldIn oder NestbeschmutzerIn??

Strukturen und Regelungen sind für Pflegeeinrichtungen unabdingbar. Sie sichern Qualität, organisieren reibungslose Abläufe und ermöglichen Kontrolle. Doch unreflektierte Regelungen, rigide Strukturen gepaart mit mangelhafter Führungskultur, fehlenden Weiterbildungen, aber auch unmotivierten Mitarbeiterinnen oder Personalnot, können zu struktureller Gewalt führen und in Folge beispielsweise zu unmenschlichem Verhalten, Entmündigung, mangelhafter Pflege.
In meiner Session möchte ich darüber diskutieren und einen Austausch führen darüber, wie man intern als MitarbeiterIn damit umgehen kann, wenn man strukturelle Gewalt erkennt. Und was man tun kann, wenn man intern, etwa von Führungskräften, nicht gehört wird. Darf man nach außen gehen, etwa an die Heimaufsicht oder Öffentlichkeit? Ist man dann HeldIn oder „NestbeschmutzerIn“??

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