Attends unterstützt das carecamp demenz 2017

Wir freuen uns sehr darüber, dass die Firma Attends erneut das carecamp demenz finanziell unterstützt, dieses Mal sogar besonders großzügig mit dem größten Sponsorpaket. Da interessiert uns die Motivation für diese großzügige Unterstützung natürlich besonders. Wir haben nachgefragt:

Was motiviert Attends das carecamp demenz 2017 zu sponsern:
Altenpflegerinnen und Altenpfleger leisten seit jeher hervorragende Arbeit. Wir alle sind jetzt und auch zukünftig auf sie angewiesen und brauchen ihr Engagement und den Willen sich weiterzubilden und der schnellen Entwicklung der Medizin anzupassen. Um dies zu gewährleisten sind Fortbildungen wie Care Camp Demenz obligatorisch. Dies zu unterstützen sehen wir von Attends als unsere Pflicht.

Wie beschreibt Attends sich selbst?
Attends ist Spezialist für Blasenschwäche- und Inkontinenzprodukte mit hoher Produktleistung und kann auf über 35 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Hygieneprodukten zurückgreifen.

Unsere Kunden vertrauen seit vielen Jahren auf die hohe Qualität und Leistung unseres umfangreichen Produktspektrums. Die Auswahl von Inkontinenz Hilfsmitteln reicht von kleinen Produkten für die leichte Blasenschwäche bis hin zu Inkontinenzprodukten für die mittlere bis starke Harn- und Stuhl-Inkontinenz. Krankenunterlagen, Fixierhilfen und Hautpflegeprodukte, die sich speziell auch zur Reinigung des Intimbereichs eignen, runden unser Produktsortiment ab.

Unsere Produktionsverfahren garantieren europäische Spitzenqualität nach ISO. Unsere Produkte sind dermatologisch geprüft, Latex- und PVC frei und werden in Aneby/Schweden umweltverträglich hergestellt.

Attends Produkte überzeugen durch zuverlässige Trockenheit, hautverträgliche Materialien und diskreten Tragekomfort.

Näheres zu Attends unter: www.attends.at

Session von Daniela Leitner

Ich darf vorm Wochenende die nächste Session vorstellen.

Die Sessionleiterin ist Leitner Daniela.
Sie ist Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester in der geriatrischen Langzeitpflege (Rotes Kreuz), außerdem Validationsanwenderin und Demenztrainerin.

Sessiontitel
Herausforderndes Verhalten als Ausdruck unbefriedigter Bedürfnisse

80 – 100% aller Personen mit einer Alzheimer Demenz erleben im Laufe ihrer Erkrankung eine bis mehrere Episoden herausfordernder Verhaltensweisen (MAS-Alzheimerhilfe 2014).

Wodurch werden diese Verhaltensweisen ausgelöst?!
Ist es lediglich ein Symptom der kognitiven Einschränkungen oder sind es nicht vielmehr unbefriedigte Bedürfnisse, die diese Verhaltensweisen auslösen?!

Nach einer kurzen Einführung in die spezielle Bedürfniswelt von Menschen mit Demenz, möchte ich sie einladen, mit Hilfe von Fallbeispielen, die möglichen Bedürfnisse hinter herausfordernden Verhaltensweisen zu erkunden und zu verstehen.

Impulsreferat vom Magistrat der Stadt Salzburg

Beim diesjährigen carecamp Demenz gibt es auch einen Impulsvortrag durch Mitarbeiterinnen des Magistrat Salzburgs. Die Historikerin Sabine Veits-Falk, tätig im Stadtarchiv Salzburg und die Psychologin Kimbie Humer-Vogl, im Serniorenwohnhaus Hellbrunn beschäftigt, gehen der Frage nach:

Kindheit in den 30er und 40er Jahren in Salzburg. Welche Bedeutung können diese Kindheitserfahrungen für Demenzkranke haben?

Erinnerungen an schöne, aber auch traumatische Erlebnisse in Kindheit und Jugend spielen für demente Menschen eine wichtige Rolle. Die meisten Menschen, die heute von Demenz betroffen sind, wurden in den von Wirtschaftskrise und politischer Radikalisierung geprägten 1930 Jahren geboren und erlebten das NS-Regime und den Zweiten Weltkrieg als Kinder bzw. junge Erwachsene.

Im ersten Teil des Vortrags gibt die Historikerin Sabine Veits-Falk einen kurzen Überblick über die verschiedenen Facetten des Kinder-Alltags zu dieser Zeit in Salzburg.
Die Psychologin Kimbie Humer-Vogl zeigt im zweiten Teil des Vortrags auf, wie diese Erfahrungen das Erleben von Menschen mit Demenz heute noch beeinflussen.

Die beiden Referentinnen:


Mag.a Dr.in Sabine Veits-Falk
Historikerin am Stadtarchiv Salzburg und Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Stadtgeschichte, Migrations- und Sozialgeschichte sowie Frauen- und Geschlechtergeschichte. Sie ist Mitglied des Leitungsteams des Projekts „Die Stadt Salzburg im Nationalsozialismus“.


Mag.a Dr.in Kimbie Humer-Vogl
Klinische und Gesundheitspsychologin, Notfallspsychologin, Gerontopsychologin, Validationsanwenderin, Palliativausbildung. Seit 20 Jahren als Psychologin im Seniorenwohnhaus Hellbrunn tätig.

Session von Susanne Kadletz

Vorm Wochenende noch eine spannende Sessionvorstellung!

Die Sessionleiterin ist Mag. Susanne Kadletz

Sie ist Theaterpädagogin, Clownin und Trainerin, arbeitet beim SOG Theater Wiener Neustadtt und entwickelt dort theaterpädagogische Programme und Inszenierungen. Das SOG Theater bietet Forumtheater zur Gewaltprävention in Betreuungseinrichtungen sowie interaktive Theaterformate an, die Fachinformation zu Validation und Demenz mit der Möglichkeit verbinden eigene Erfahrungen mit Demenzerkrankungen zu erzählen und mit Playbacktheater auf der Bühne gespiegelt zu bekommen.

Sessiontitel:
Haut an Haut – aktive Berührungspflege als Ansatz der Gewaltprävention

Nicht berührt zu werden führt zum Gefühl der Einsamkeit und Einsamkeit macht krank. Gerade alte Menschen, die ihre engsten Lebensmenschen schon verloren haben leiden am Mangel an Berührung. Körperkontakt zu schenken und zu empfangen ist aber kein uneingeschränkt unproblematischer Vorgang. Im Gegenteil, was Quelle von Vertrauen, Geborgenheit und Nähe sein kann ist gleichzeitig oft ein Ort von Ekel, Grenzverletzungen und Gewalt. Als angenehm erlebte Berührung führt zur Aktivierung des Parasympathikus und damit zur Entspannung und zu Reduktion von Stress. Berührung stellt Kontakt her, auch wenn zwei Menschen keine verbale Sprache mehr verbindet. Mit Methoden aus der Schauspielpädagogik, Körperarbeit und Clownerie möchte ich mich mit Ihnen gemeinsam dem Thema Berührungen auf kreative und sinnliche Art und Weise annähern und diskutieren inwiefern aktive Berührungspflege ein Ansatz der Gewaltprävention in der Arbeit mit Menschen mit Demenzerkrankungen sein könnte.

Session von Rosemarie Bleil

Die nächste Sessionvorstellung kommt von einer Frau, die dem Carecamp schon seit Jahren verbunden ist und die das carecamp demenz auch als Sponsorin unterstützt.

Sessionleiterin ist die Sozialmanagerin, Gerontotherapeutin und Klangpädagogin Rosemarie Bleil aus Bayern.

Sessiontitel:
Klangschalen in Pflege, Demenz und Palliativbegleitung

Klangschalen sind mehr als eine anerkannte Entspannungsmethode. Immer mehr Altenheime, Tagespflegen und ambulante Dienste setzen diese wertvolle Methode bei den Senioren ein. Ob in der Prophylaxe, für die Körperwahrnehmung und Sinnesförderung, ob als Gruppenangebote oder in der Einzelbegleitung bei Demenz, bis hin zu vielen Ritualen. Auch Angehörige können in diese Arbeit eingebunden werden beziehungsweise können Angebote für Angehörige (etwa zur Entspannung) entwickelt werden.

Fachzeitschriften berichten über diese Methode, die mittlerweile ein Studiengang geworden ist. Ich freue mich beim carecamp demenz meine Arbeit mit den Klangschalen vorstellen und diskutieren zu dürfen.

 

 

Session von Ernst Karosser

Ich freue mich die nächste Session ankündigen zu dürfen.

Sessionleiter ist  Ernst Karosser.
Er ist Gründungsmitglied und Projektkoordinator in der Gemeinsam eG – Sozialgenossenschaft im Landkreis Regensburg/ Bayern.

Sessiontitel:
„Alltagshilfen testen geht einfach nicht über G**gle” – ist aber eine unabdingbare Notwendigkeit in der Beratung. Demo-Koffer zu technischen Alltagshilfen machen dies möglich.

Über einen kurzen Abriss zur Entstehungsnotwendigkeit und den bisherigen Erfahrungen in der Beratungsarbeit werden die Inhalte der Demo-Koffer vorgestellt und mit den Teilnehmenden ausprobiert.

Der Einsatz von technischen Hilfsmitteln, die Akzeptanz und welche weiteren Notwendigkeiten bei den persönlichen Beratungen zu Hilfsmitteln nötig wären, möchte ich gerne in der offenen Runde gemeinsam bearbeiten.

Rosemarie Bleil unterstützt das carecamp demenz 2017

Wir freuen uns sehr, dass die Sozialmanagerin, Gerontotherapeutin und Klangpädagogin Rosemarie Bleil persönlich und mit dem Verein IKIP e.V. (Institut für kreative und innovative Pflege) erneut das carecamp demenz mit einem finanziellen Beitrag unterstützen wird.

Rosemarie Bleil gehört zu den treuesten UnterstützerInnen des Carecamps. Daher: Herzlichen Dank Rosemarie!

Warum Rosemarie Bleil das carecamp demenz 2017 unterstützt:


Ich war jetzt schon mehrere Male beim Carecamp und es ist einfach eine super Sache. Ich schätze das Lernen voneinander und den Austausch mit Menschen, die am gleichen Thema arbeiten.

Rosemarie Bleil über sich selbst:

Ich setze mit Begeisterung therapeutisch Klangschalen in meiner Arbeit ein, bei Menschen mit Demenz, in der Altenpflege und in der Palliativbegleitung. Ich halte sie für eine sehr wertvolle Methode und erlebe große Erfolge in Seniorenheimen, die damit arbeiten und in denen ich Personal ausgebildet habe. Kennzahlen aus der Praxis beweisen, dass der Einsatz von Klangschalen nichts mit Esoterik zu tun hat. Mittlerweile gibt’s es auch einen Studiengang an der Steinbeis Universität zum Bachelor of Science der Klangresonanzmethode.

Roesemarie Bleil wird am carecamp demenz auch mit einer Session vertreten sein!

Session von Alexander Aschenbrenner

Wir freuen uns die erste Session ankündigen zu dürfen.

Der erste Sessionleiter ist
Mag. Dr. Alexander Aschenbrenner.

Er arbeitet im Diakoniewerk Salzburg beim Gerontopsychologischen Fachdienst und ist dort Koordinator der Demenzberatung.

Sessiontitel:
Was brauchen An- und Zugehörige `wirklich` in einer Demenzberatung?

Nach einem kurzen theoretischen Input (max. 10 Minuten) über spezielle Wirkfaktoren in der Demenzberatung möchte ich gerne mit Ihnen diskutieren und reflektieren, was Angehörige- und Zugehörige von Menschen mit Demenz konkret als Unterstützung und Entlastung brauchen? Wird dies in der Stadt Salzburg abgedeckt? Braucht es hierzu vielleicht was Neues? An diese Fragen möchte ich mich gerne mit ihnen gemeinsam annähern.

Arbeiterkammer Salzburg unterstützt das carecamp demenz 2017

Wir freuen uns sehr darüber, dass die Arbeiterkammer Salzburg das carecamp demenz neuerlich unterstützt! DANKE!

AKSalzburgLogo

Die Arbeiterkammer über sich selbst:
Als Arbeiterkammer vertreten wir im Bundesland Salzburg die Interessen von über 200.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gegenüber Regierung und Wirtschaft. Alle unselbstständig Beschäftigten sind unsere Mitglieder und können daher kostenlos auf das riesige Angebot unserer Serviceleistungen zugreifen. Als gesetzliche Interessensvertretung sind wir für Beschäftigung, Weiterbildung, Qualifizierung und Wiedereingliederung unserer Mitglieder am Arbeitsmarkt zuständig. Daneben unterstützen wir als Arbeiterkammer die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei einer Vielzahl von Themen, darunter Arbeits- und Sozialrecht sowie Verbraucherschutz.
Wir bieten nicht nur Beratungs- und Rechtsschutzleistungen für unsere Mitglieder, wir sind auch Teil der österreichischen Sozialpartnerschaft. Gemeinsam mit dem ÖGB vertreten wir Salzburgs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegenüber Wirtschaft, Regierung und anderen Interessensvertretungen.
Im Zuge der Sozialpartnerschaft werden Kollektivverträge ausgehandelt, die die Arbeitsbedingungen und Gehälter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer festlegen. Außerdem ist die Sozialpartnerschaft ein wichtiger politischer Akteur beim Zustandekommen von Gesetzen in den Bereichen Arbeitsrecht, Sozialpolitik, Preispolitik und Konsumentenschutz.
Wir setzen uns für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen und für eine gerechte Beteiligung aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am gesellschaftlichen Wohlstand sowie für deren faire Entlohnung sowie soziale Sicherheit ein.

Näheres unter www.ak-salzburg.at

Die Motivation der Arbeiterkammer das carecamp demenz 2017 zu unterstützen:
Aktuellen Schätzungen zufolge leben in Österreich 115.000 bis 130.000 Menschen mit irgendeiner Form der Demenz. Aufgrund des kontinuierlichen Altersanstiegs in der Bevölkerung wird sich diese Anzahl bis zum Jahr 2050 verdoppeln und der Betreuungs- und Pflegebedarf wird somit weiter steigen. In der Stadt Salzburg allein sind es derzeit um die 3000 Erkrankten. Vor allem für die Betroffenen und Angehörigen sind eine gute Information sowie eine starke Unterstützung sehr wichtig. Auch die Ausbildung und Qualifikation der Schlüsselkräfte aus den Gesundheitsberufen ist von großer Bedeutung, da diese maßgeblich zur Unterstützung und Pflege der Betroffenen beitragen. Wir lassen die Menschen nicht im Regen stehen. Daher begrüßen wir Initiativen wie das carecamp und unterstützen sie.

Herzlichen Dank an die Arbeiterkammer für die Unterstützung!

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Impulsreferat von Ulla Kriebernegg

Wir freuen uns sehr für das letzte Impulsreferat des Carecamp Demenz, als Gedanken zum Nachhause gehen, Frau Mag. Dr. Ulla Kriebernegg gewonnen zu haben.

Ulla Kriebernegg ist Assoz. Professorin am Zentrum für Inter-Amerikanische Studien an der Universität Graz. Der Schwerpunkt ihrer Forschung und Lehre liegt auf interamerikanischen literarischen und kulturellen Studien, jüdisch-amerikanischer Literatur und dem Thema Alter/ Älterwerden. 2017 erschienen ist, in Zusammenarbeit mit Sally Chivers, ein Sammlung von Essays mit dem Titel „Care Home Stories“. Im Jahr 2016 erhielt sie den Graz Excellence Award für die Lehre.

Der Titel ihres Impulsreferates lautet:

Vergessen und vergessen werden? Demenz in Film und Literatur.

Wenn wir den vor allem in Westeuropa und Nordamerika vorherrschenden Diskursen über Demenz Glauben schenken wollen, dann stellt das „Schreckgespenst Demenz“ als Kehrseite des langen Lebens die neue Katastrophe schlechthin dar. In den letzten 30 Jahren hat sich das Genre der „Demenz-Erzählungen“ in Film und Literatur fest etabliert, um sich auf vielfältige Weise mit existentiellen Fragen des Mensch-Seins und der Endlichkeit auseinander zu setzen.

Wie gehen nun aber Romane und Filme mit dem Thema Demenz um? Welche Perspektiven werden dabei eingenommen? Gibt es kulturelle Unterschiede im Umgang mit dem Phänomen? Und wie lässt sich das absolute Vergessen eigentlich erzählen?

Anhand ausgewählter Beispiele aus der europäischen und amerikanischen Literatur geht dieser Beitrag der Frage nach, welche Rolle solche Darstellungen für unser Verständnis von Demenz spielen können.