Tag Archiv für carecamp demenz 2018

Session von Rosmarie Fink

Rosmarie Fink ist VTI-zertifizierte Trainerin nach Naomi Feil, Validationsbeauftragte eines Seniorenheimes und als Referentin in der Aus- und Weiterbildung, sowie Beratung für An- und Zugehörige und Pflegepersonal tätig. Sie kommt das erste Mal zum carecamp demenz und wir freuen uns darüber, dass sie auch eine Session halten wird.

Session-Titel:
Wie können wir mit MmD mit allen Sinnen IN-VERBINDUNG kommen?

Immer mehr Menschen sind von Demenz betroffen, dennoch wissen die meisten nur wenig über Verhaltensweisen von MmD, die MmD und ihr Umfeld vor große Herausforderungen stellt.

Menschen mit Demenz haben teilweise ihre eigene Sprache und leben in ihrer eigenen Welt. WIR müssen sie dort abholen und können nicht erwarten, dass sie sich uns mit unseren Bedingungen anpassen. Nein! WIR müssen ihre Sprache lernen, WIR müssen uns auf diese Menschen einlassen. WIR müssen lernen, diese Menschen zu verstehen. Das gesprochene Wort verliert mit an Bedeutung, das GEFÜHL, das mit Worten transportiert wird, NICHT ihr Inhalt, steht im Vordergrund.

Somit ist es notwendig, demenzielle Verhaltensweisen zu kennen und diese ernst zu nehmen, sowie verbale- und nonverbale Kommunikation und Interaktion mit allen Sinnen anzuwenden. Verständnis für die Gefühlswelt der Betroffenen können wir uns mit einer Grundhaltung mit Achtsamkeit, Empathie und Humor aneignen. Validation eröffnet uns Wege, betroffene Hochbetagte samt ihren vielfältigen Verhaltensweisen ernst zu nehmen, sie und ihre Welt für GÜLTIG zu erklären.

In meiner Session verfolgen wir die Ziele: unsere Aufmerksamkeit zu schärfen, wertfrei zu reagieren und Empathie zu entwickeln. Miteinander machen wir Übungen & Rollenspiele, in denen wir nonverbale sowie verbale Methoden trainieren, die notwendig sind, um mit MmD leichter in-Verbindung-zu-kommen. Auch Fallbeispiele der TeilnehmerInnen können hier gerne integriert werden.

Mehr zu Rosmarie Fink unter www.demenz-begleiten.com

Session von Alexander Aschenbrenner

Mag. Dr. Alexander Aschenbrenner arbeitet beim Diakoniewerk Salzburg beim Gerontopsychologischen Fachdienst und verantwortet dort die Koordination der Demenzberatung.

Diese Demenzberatung feiert nunmehr ihren 5. Geburtstag. Alexander Aschenbrenner blickt in seiner Session zurück und nach vorne.

Sessiontitel:
5 Jahre Demenzberatung Diakoniewerk Salzburg: Erfahrungen und Ausblick.

Die Demenzberatung Diakoniewerk Salzburg besteht nun seit 5 Jahren. In einem kurzen Überblick werden die wichtigsten Angebote und Erkenntnisse aus den ersten 5 Jahren gebracht.

Was kann die Demenzberatung leisten? Welche Herausforderungen gibt es? Was fehlt noch?

An diese Fragen möchte ich mich gerne mit ihnen gemeinsam in der Session annähern. Ich freue mich auf die gemeinsame Diskussion!

Session von Elisabeth Rappold

Wir freuen uns sehr, dass Maga. Maga. Drin. Elisabeth Rappold, Mitarbeiterin an der Gesundheit Österreich GmbH, heuer das carecamp demenz besuchen und auch eine Session halten wird. Drin Rappold ist DGKP und Pflegewissenschafterin. An der GÖG sind ihre Arbeitsschwerpunkte die Gesundheitsberufe, deren Bedarf und Entwicklung, sowie die Demenzstrategie.

Ihre Session stellt Frau Drin. Rappold wie folgt vor.

Sessiontitel:
Soziale Teilhabe von Menschen mit Demenz

Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen sind mehreren Benachteiligungen ausgesetzt. Sowohl die Betroffenen selbst, als auch deren Zu- und Angehörige sind häufig vom sozialen Leben ausgeschlossen und leiden in der Folge oftmals unter sozialer Isolation. Das grundlegende menschliche Bedürfnis, Achtung und Respekt zu erfahren, endet nicht im Alter und auch nicht durch Beeinträchtigungen und ist zentraler Bestandteil von Lebensqualität. Nicht immer stimmen die Vorstellung von Lebensqualität und die Bedürfnisse von An- und Zugehörigen mit den Bedürfnissen von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen überein. Eine weitere Herausforderung liegt darin, größtmögliche Selbstbestimmung von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen gegen mögliche Selbstgefährdung abzuschätzen. Die demenzsensible Gestaltung des Lebensumfeldes ist somit wichtige Voraussetzung für weitgehende Selbstbestimmung.

Gut leben mit Demenz bedeutet vor allem soziale Teilhabe und Wertschätzung für die Betroffenen. Es bedeutet, sowohl Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen als auch An- und Zugehörige zu befähigen, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu artikulieren und sichtbar zu machen. Die Schaffung von Lebensbedingungen, die die Fähigkeiten Einzelner und von Gemeinschaften darin stärken, so zu leben, dass ihre Gesundheit optimiert und erhalten werden kann, ist das zentrale Prinzip der Gesundheitsförderung. Soziokulturell beeinflusste Lebensweisen sind dabei genauso wichtig wie individuelle Verhaltensweisen. Es sind sowohl die Verhältnisse, in denen Menschen leben, als auch ihr Verhalten in Bezug auf ihre Lebensweise und ihren Lebensstil, die Gesundheitsförderungs-Fachleute berücksichtigen, wenn es darum geht, Individuen und Gemeinschaften darin zu stärken, mehr Kontrolle über die bestimmenden Faktoren ihrer Gesundheit zu gewinnen.

Die Unterstützung von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen, die Anerkennung ihrer Ressourcen und Fähigkeiten sowie ihre Teilhabe am öffentlichen Leben sind wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Die Lebensbedingungen für Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen können vor allem durch zivilgesellschaftlichen Dialog verbessert und der Stigmatisierung entgegengewirkt werden.

Dies bedeutet aber auch, gesellschaftliche Rahmenbedingungen derart auszugestalten, dass ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht wird. Dies kann durch Realisierung von „Demenzfreundlichen Kommunen/Gemeinden“ erreicht werden: Darunter ist ein Gemeinwesen zu verstehen, in dem es sich für und mit Betroffene/n und ihre/n Familien gut leben lässt und in dem Teilhabe gelebte Wirklichkeit ist. Eine wirkliche Verbesserung kann nur dann gelingen, wenn Formen einer gemeinsamen Verantwortungsübernahme entwickelt und gelebt werden.

Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen eines World Cafes zentrale Fragen diskutiert werden:
• Wie kann unsere Gesellschaft befähigt werden, Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen in ihren Ressourcen und Stärken zu erkennen und nicht nur auf die Defizite zu fokussieren?
• Was bedeutet Gesundheit und Gesundheitsförderung für Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen in unserer Gesellschaft?
• Was kann seitens der Expert/-innen beigetragen werden kann, um selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen?

Session von Team Schober/ Pichler/ Pöschl

Valerie Pichler, Margit Pöschl und Gerhard Schober werden am carecamp demenz 2018 ein Projekt vorstellen, welches sie im Rahmen der UNI 55 plus und im Auftrag der Stadt Salzburg gemeinsam entwickelt haben und auch schon in die Durchführung gebracht haben.

Sessiontitel:
Malen mit Menschen mit Demenz

Das Projekt „Malen mit Menschen mit Demenz“ wurde in den Seniorenwohnhäusern Hellbrunn und Hallwang mit großem Erfolg durchgeführt und damit praktisch erprobt.

Nun möchten wir unser Projekt bekannter machen und auch andere Menschen (MitarbeiterInnen in Seniorenwohnhäusern, Angehörige), ohne kunsttherapeutischer Ausbildung, dafür gewinnen, sich vom Malen mit Menschen mit Demenz begeistern zu lassen und es selbst anzubieten.

Wir wünschen uns, dass unser Projekt viele NachahmerInnen findet und dass die Forschung auf dem Gebiet der Kunsttherapie mit Menschen mit Demenz generell vorangetrieben wird.

Auf der Session wollen wir unsere Erfahrungen mit dem Projekt vorstellen und mit Ihnen diskutieren.

Session von Manfred Fischer

Es freut mich, den nächsten Sessionleiter und sein Thema vorzustellen. Dipl. Ing. Manfred Fischer ist pflegender Angehöriger und Leiter der Selbsthilfegruppe Alzheimer Angehörige Salzburg.

Seit vielen Jahren pflegt und betreut Herr Fischer seine Frau. Am carecamp demenz hält er jedes Jahr eine, stets sehr gut besuchte, Session. So auch dieses Jahr. Danke dafür!

 

Sessiontitel:
Kann ich mich vor Demenz schützen?“

Wie Sokrates weiß ich, dass ich nichts weiß. Aber man kann sehr viel dagegen tun! Statistisch kann man Demenz zu 43 Prozent verhindern, wenn wir die Risikofaktoren umgehen. Der Glaube spielt dabei eine wichtige Rolle – er kann Berge versetzen!
Aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten, die uns gesund altern lassen. Diskutieren wir darüber.

Session von Peter Wißmann

Los geht es mit den Vorstellungen der Sessions! Die Sessions der TeilnehmerInnen sind das Herzstück des carecamp demenz. Insgesamt wird es 12 Sessions geben. Nach und nach werden sie jetzt hier auf der Plattform vorgestellt.

Wir freuen uns sehr dieses Jahr auch unserem Impulsreferenten Peter Wißmann Raum geben zu können für eine vertiefende Session. In seinem Impulsreferat wird es gehen um die Teilhabe von Menschen mit Demenz und wie sie gelingen kann. In der Session stellt Peter Wißmann das Projekt KuKuK-TV vor.

KuKuK-TV: Ein Angebot der Selbstartikulation und der Teilhabe.

KuKuK-TV ist ein YouTube-Kanal, der sich der Teilhabe von Menschen mit kognitiven und anderen Beeinträchtigungen verschrieben hat. Es geht darum, Möglichkeiten der Selbstartikulation und der Thematisierung wichtiger Themen aus der Perspektive derjenigen, die normalerweise nicht im Rampenlicht stehen, zu eröffnen.

KuKuK-TV ist dabei, ein Partnernetzwerk im deutschsprachigen Raum zu schaffen. Partner können alle sein, die den Teilhabegedanken voranbringen wollen. In der Session
• stellen wir das Profil und die Arbeitsweise von KuKuK-TV anhand ausgewählter Beiträge vor
• erarbeiten wir uns Möglichkeiten der Nutzung von KuKuK-TV und der aktiven Mitwirkung

Am Ende der Session soll jede*r Teilnehmer*in eine Vorstellung davon haben, was KuKuK-TV leisten kann, ob der Kanal interessant für die eigene Praxis ist und wie man aktiv bei KuKuK-TV mitwirken kann.

Mehr dazu: www.kukuk-tv.de

Salzburger Sparkasse unterstützt carecamp demenz 2018

Es ist uns eine große Freude bekannt zu geben, dass die Salzburger Sparkasse das carecamp demenz auch im Jahr 2018 großzügig unterstützen wird.

Die Salzburger Sparkasse über sich selbst:

Die Salzburger Sparkasse Bank AG wurde 1855 gegründet und ist seit 1996 Teil des Erste Bank-Konzerns. Sie versteht sich als Teil der Gemeinschaft in Salzburg, im angrenzenden Innviertel und im Mondseeland – der Menschen, der Wirtschaft und der Institutionen in dieser Region. Der Kunde, seine Wünsche und seine Ziele stehen im Mittelpunkt des Handelns. Die Zufriedenheit der Kunden hat oberste Priorität, ganz im Sinne des Slogans: „Was zählt, sind die Menschen.“ Mit 60 Filialen, 5 SB-Standorten sowie zehn regionalen Beratungszentren für Firmenkunden ist die Salzburger Sparkasse Bank AG nahezu flächendeckend in ihrem Einzugsgebiet vertreten. Mehr als 620 Mitarbeiter bemühen sich mit qualitativ hochstehendem Service, das Vertrauen von mehr als 200.000 Kunden aus allen Bevölkerungsschichten zu rechtfertigen. Auch bei der Förderung verschiedener Aktivitäten im und für das Land Salzburg – sowohl im sozialen als auch im kulturellen und sportlichen Bereich – bleibt das Institut seinem Slogan „Was zählt, sind die Menschen.“ treu.

Näheres zur Salzburger Sparkasse hier:www.sparkasse.at

Die Motivation der Salzburger Sparkasse das carecamp demenz auch im dritten Jahr in Folge zu unterstützen:

Die Digitalisierung und zahlreiche Innovationen haben das Bankgeschäft in den letzten Jahren stark verändert. Wir als Sparkasse müssen diesen Trend mitgehen und bieten moderne innovative Bankdienstleistungen all unseren Kunden an. Gleichzeitig haben wir aber auch einen großen Kundenstamm, der altersbedingt und aufgrund von Gewohnheiten oder Gebrechen dieser Entwicklung nicht standhält. Als regional verankertes Unternehmen, das auf Beziehungsqualität höchsten Wert legt, ist es unser Anspruch, auch dieser Kundenschicht beste Betreuungsqualität zu bieten. Dabei ist es wichtig, die Bedürfnisse und mögliche Handlungsweisen unserer Kunden zu kennen bzw. zu erkennen. Wir wollen daher auch das Thema Demenz aufgreifen und unsere Mitarbeiter auf dieses Thema sensibilisieren. Dabei ist uns die Zusammenarbeit mit den VeranstalterInnen des carecamps demenz und die Förderung deren Initiativen ein großes Anliegen.

Wir bedanken uns herzlich für die großzügige Unterstützung!

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Impulsreferat von Peter Wißmann

Das Rahmenprogramm für das carecamp demenz 2018 steht!

Wir freuen uns sehr darüber, dass Peter Wißmann, Geschäftsführer von Demenz Support Stuttgart gGmbH, nach Salzburg kommen wird und das zweite Impulsreferat, sowie eine Session am carecamp demenz 2018 halten wird.

Peter Wißmann haben wir eingeladen, weil er, wie kaum ein Anderer, für die Teilhabe von Menschen mit Demenz wirbt. Vielen, die sich mit dem Thema Demenz beschäftigen, wäre die Teilhabe der Betroffenen ein großes Anliegen, aber kaum jemanden gelingt es, Menschen mit Demenz einzubinden. Umso wichtiger das Impulsreferat von Peter Wißmann. Hier stellt er es persönlich vor:

Dabeisein: Wie Teilhabe von Menschen mit Demenz gelingen kann

Kein Mensch will nur behandelt, betreut und versorgt werden. Menschen wollen in der Regel am Leben der Gesellschaft teilhaben und Dinge tun können, die ihnen wichtig sind. Daran ändert auch eine kognitive Beeinträchtigung nichts. Genau aus diesem Grund ist die gesellschaftliche Teilhabe zur zentralen Leitidee auch mit Blick auf Menschen mit Demenz geworden. Leider bleibt es aber meistens bei der Idee. Zu neu, zu ungewohnt, zu schwierig! Doch es geht auch anders.
In seinem Impulsvortrag wird Peter Wißmann ausführen, wie es gelingen kann, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in soziale, kulturelle und andere Aktivitäten einzubeziehen und teilhaben zu lassen. Welche Vorgehensweisen haben sich bewährt? Welche Erfahrungen wurden gemacht? Mit zahlreichen Praxisbeispielen in Wort und Bild (Filmclips).

Peter Wißmann wird am carecamp demenz 2018 außerdem im Rahmen einer Session das KuKuK-TV vorstellen, ein Angebot der Selbstartikulation und der Teilhabe.

Mehr Infos unter www.demenz.support.de und www.kukuk-tv.

Theatraler Abschluß mit Susanne Mitterhuber/ SOG Theater

Wir freuen uns darüber, für das carecamp demenz 2018 Mag.a Susanne Mitterhuber vom SOG Theater gefunden zu haben, die heuer für einen spannenden Abschluss der Veranstaltung sorgen wird.

Susanne Mitterhuber ist Theaterpädagogin, Clownin und Trainerin und seit 2009 für die Konzeption und Umsetzung von Theaterprojekten und theaterpädagogischen Seminaren beim SOG Theater verantwortlich. Inhaltliche Schwerpunkte: Erinnerungs- und Biografiearbeit, Museumstheater, Körpertheater, Gewaltprävention Zivilcourage und Diversität.

Vom Erinnern und Vergessen – So ein Theater mit der Demenz

Seit 2012 bietet das SOG Theater mit dem Programm „Wenn das Ich in der Handtasche steckt“ und „Fliegenfischen oder Herr Bert und der Fetzenfisch“ interaktive Theaterformate zum Thema Demenz an. Neben dem klassischen Theatererlebnis hat das Publikum die Möglichkeit eigene Erfahrungen mit Demenzerkrankungen oder Erinnerungen an früher zu erzählen und mit Playbacktheater auf der Bühne gespiegelt zu bekommen. Playbacktheater nach Jonathan Fox ist eine improvisierte Form von Theater, im Mittelpunkt stehen Geschichten aus dem Publikum. Menschen sind im Kern „narrative Wesen“: Aus Geschichten und Erzählungen weben wir uns unser Selbst, unsere Identität. Dies wird besonders bedeutsam, wenn das Gedächtnis schwindet und Erinnerungen davongleiten, Geschichten zerfließen oder nur noch in Fragmenten auftauchen. Erinnerungstheater verbindet in besonderer Weise die Erzählungen älterer Menschen mit der Gegenwart. Man trifft sich in Gemeinschaftsräumen, um persönlich erlebte Geschichten zu erzählen, zu hören und zu sehen. Kaum ist eine Erinnerung hervorgelockt – oft auch nur eine kleine Passage einer Geschichte – kann sich die Erzählerin oder der Erzähler bereits zurücklehnen und sofort erleben, was die SchauspielerInnen daraus improvisatorisch hervorzaubern. Die Darstellung auf der Bühne wird zu einer gemeinsamen Reise in die Vergangenheit und zu einer unterhaltsamen Form der Erinnerungsarbeit.

Inspiriert von dieser speziellen Form der Biografierarbeit lade ich Sie zum Abschluss des carecamp demenz ein, ihre persönlichen Eindrücke und Erkenntnisse aus den Sessions, Impulsreferaten, den Gesprächen und Begegnungen zwischendurch, in kleine theatrale Bilder zu verwandeln und sichtbar zu machen.

Mehr zum SOG Theater HIER.

Impulsreferat von Robert Hartmann

Der erste Impulsreferent für das carecamp demenz 2018 ist gefunden und wir freuen uns sehr, dass er Zeit und Lust hat, uns einen interessanten Impuls zu geben.

Mag. Robert Hartmann ist Senior Consultant Digital Health bei Netural GmbHund stellt am carecamp demenz ein spannendes österreichisches Forschungsprojekt vor.

Wider dem Vergessen – Virtual Reality in der Pflege

Das Forschungsteam bestehend aus Netural GmbH, Caritas für Betreuung und Pflege und Fachhochschule Oberösterreich geht mit dem Projekt „VR4Therapy“ seit Oktober 2017 der Frage nach, welche Rolle Virtual Reality-Anwendungen für die Betreuung von Menschen mit Demenz einnehmen können. Bislang nutzten Pflege- und Betreuungskräfte Familien-Fotoalben, alte Zeitungsausschnitte und von den Angehörigen beigestellte Erinnerungsstücke, um Menschen mit Demenz eine Brücke in ihre Vergangenheit zu bauen, mit Virtual Reality als Basistechnologie könnten sich nun noch weitere Möglichkeiten auftun.

In eine virtuelle Welt einzutauchen, gilt als besonders realitätsnah, weil viele Sinne angesprochen werden. Dieser Umstand sollte auch für die Betreuung von Menschen mit Demenz genutzt werden. Die eigene Lebensgeschichte eines Menschen liefert dabei ebenso Ausgangspunkte für Gespräche und Aktivitäten, wie sorgfältig ausgewählte alltags- und ereignisbezogene Bild- und Ton-Aufnahmen vergangener Zeiten.

Der erste Schritt des Projekts ist nun, Material für die Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen für die VR-Technologie aufzubereiten. Im nächsten Schritt wird überlegt, welche Geräte – z.B. Virtual Reality Brillen – eingesetzt und wie diese optimal in Therapien angewendet werden können. Getestet wird dies in den Caritas-Seniorenwohnhäusern Karl Borromäus und St. Anna in Linz sowie im Caritas-Seniorenwohnhaus Schloss Hall in Bad Hall.

Passend dazu dieses berührende Video.