Tag Archiv für Demenz

Rosemarie Bleil unterstützt das carecamp demenz 2017

Wir freuen uns sehr, dass die Sozialmanagerin, Gerontotherapeutin und Klangpädagogin Rosemarie Bleil persönlich und mit dem Verein IKIP e.V. (Institut für kreative und innovative Pflege) erneut das carecamp demenz mit einem finanziellen Beitrag unterstützen wird.

Rosemarie Bleil gehört zu den treuesten UnterstützerInnen des Carecamps. Daher: Herzlichen Dank Rosemarie!

Warum Rosemarie Bleil das carecamp demenz 2017 unterstützt:


Ich war jetzt schon mehrere Male beim Carecamp und es ist einfach eine super Sache. Ich schätze das Lernen voneinander und den Austausch mit Menschen, die am gleichen Thema arbeiten.

Rosemarie Bleil über sich selbst:

Ich setze mit Begeisterung therapeutisch Klangschalen in meiner Arbeit ein, bei Menschen mit Demenz, in der Altenpflege und in der Palliativbegleitung. Ich halte sie für eine sehr wertvolle Methode und erlebe große Erfolge in Seniorenheimen, die damit arbeiten und in denen ich Personal ausgebildet habe. Kennzahlen aus der Praxis beweisen, dass der Einsatz von Klangschalen nichts mit Esoterik zu tun hat. Mittlerweile gibt’s es auch einen Studiengang an der Steinbeis Universität zum Bachelor of Science der Klangresonanzmethode.

Roesemarie Bleil wird am carecamp demenz auch mit einer Session vertreten sein!

Session von Alexander Aschenbrenner

Wir freuen uns die erste Session ankündigen zu dürfen.

Der erste Sessionleiter ist
Mag. Dr. Alexander Aschenbrenner.

Er arbeitet im Diakoniewerk Salzburg beim Gerontopsychologischen Fachdienst und ist dort Koordinator der Demenzberatung.

Sessiontitel:
Was brauchen An- und Zugehörige `wirklich` in einer Demenzberatung?

Nach einem kurzen theoretischen Input (max. 10 Minuten) über spezielle Wirkfaktoren in der Demenzberatung möchte ich gerne mit Ihnen diskutieren und reflektieren, was Angehörige- und Zugehörige von Menschen mit Demenz konkret als Unterstützung und Entlastung brauchen? Wird dies in der Stadt Salzburg abgedeckt? Braucht es hierzu vielleicht was Neues? An diese Fragen möchte ich mich gerne mit ihnen gemeinsam annähern.

Arbeiterkammer Salzburg unterstützt das carecamp demenz 2017

Wir freuen uns sehr darüber, dass die Arbeiterkammer Salzburg das carecamp demenz neuerlich unterstützt! DANKE!

AKSalzburgLogo

Die Arbeiterkammer über sich selbst:
Als Arbeiterkammer vertreten wir im Bundesland Salzburg die Interessen von über 200.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gegenüber Regierung und Wirtschaft. Alle unselbstständig Beschäftigten sind unsere Mitglieder und können daher kostenlos auf das riesige Angebot unserer Serviceleistungen zugreifen. Als gesetzliche Interessensvertretung sind wir für Beschäftigung, Weiterbildung, Qualifizierung und Wiedereingliederung unserer Mitglieder am Arbeitsmarkt zuständig. Daneben unterstützen wir als Arbeiterkammer die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei einer Vielzahl von Themen, darunter Arbeits- und Sozialrecht sowie Verbraucherschutz.
Wir bieten nicht nur Beratungs- und Rechtsschutzleistungen für unsere Mitglieder, wir sind auch Teil der österreichischen Sozialpartnerschaft. Gemeinsam mit dem ÖGB vertreten wir Salzburgs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegenüber Wirtschaft, Regierung und anderen Interessensvertretungen.
Im Zuge der Sozialpartnerschaft werden Kollektivverträge ausgehandelt, die die Arbeitsbedingungen und Gehälter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer festlegen. Außerdem ist die Sozialpartnerschaft ein wichtiger politischer Akteur beim Zustandekommen von Gesetzen in den Bereichen Arbeitsrecht, Sozialpolitik, Preispolitik und Konsumentenschutz.
Wir setzen uns für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen und für eine gerechte Beteiligung aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am gesellschaftlichen Wohlstand sowie für deren faire Entlohnung sowie soziale Sicherheit ein.

Näheres unter www.ak-salzburg.at

Die Motivation der Arbeiterkammer das carecamp demenz 2017 zu unterstützen:
Aktuellen Schätzungen zufolge leben in Österreich 115.000 bis 130.000 Menschen mit irgendeiner Form der Demenz. Aufgrund des kontinuierlichen Altersanstiegs in der Bevölkerung wird sich diese Anzahl bis zum Jahr 2050 verdoppeln und der Betreuungs- und Pflegebedarf wird somit weiter steigen. In der Stadt Salzburg allein sind es derzeit um die 3000 Erkrankten. Vor allem für die Betroffenen und Angehörigen sind eine gute Information sowie eine starke Unterstützung sehr wichtig. Auch die Ausbildung und Qualifikation der Schlüsselkräfte aus den Gesundheitsberufen ist von großer Bedeutung, da diese maßgeblich zur Unterstützung und Pflege der Betroffenen beitragen. Wir lassen die Menschen nicht im Regen stehen. Daher begrüßen wir Initiativen wie das carecamp und unterstützen sie.

Herzlichen Dank an die Arbeiterkammer für die Unterstützung!

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Impulsreferat von Ulla Kriebernegg

Wir freuen uns sehr für das letzte Impulsreferat des Carecamp Demenz, als Gedanken zum Nachhause gehen, Frau Mag. Dr. Ulla Kriebernegg gewonnen zu haben.

Ulla Kriebernegg ist Assoz. Professorin am Zentrum für Inter-Amerikanische Studien an der Universität Graz. Der Schwerpunkt ihrer Forschung und Lehre liegt auf interamerikanischen literarischen und kulturellen Studien, jüdisch-amerikanischer Literatur und dem Thema Alter/ Älterwerden. 2017 erschienen ist, in Zusammenarbeit mit Sally Chivers, ein Sammlung von Essays mit dem Titel „Care Home Stories“. Im Jahr 2016 erhielt sie den Graz Excellence Award für die Lehre.

Der Titel ihres Impulsreferates lautet:

Vergessen und vergessen werden? Demenz in Film und Literatur.

Wenn wir den vor allem in Westeuropa und Nordamerika vorherrschenden Diskursen über Demenz Glauben schenken wollen, dann stellt das „Schreckgespenst Demenz“ als Kehrseite des langen Lebens die neue Katastrophe schlechthin dar. In den letzten 30 Jahren hat sich das Genre der „Demenz-Erzählungen“ in Film und Literatur fest etabliert, um sich auf vielfältige Weise mit existentiellen Fragen des Mensch-Seins und der Endlichkeit auseinander zu setzen.

Wie gehen nun aber Romane und Filme mit dem Thema Demenz um? Welche Perspektiven werden dabei eingenommen? Gibt es kulturelle Unterschiede im Umgang mit dem Phänomen? Und wie lässt sich das absolute Vergessen eigentlich erzählen?

Anhand ausgewählter Beispiele aus der europäischen und amerikanischen Literatur geht dieser Beitrag der Frage nach, welche Rolle solche Darstellungen für unser Verständnis von Demenz spielen können.

Impulsreferat der PMU

Zum wiederholten Mal hat die PMU/ Paracelsus Medizinische Privatuniversität in der Vergangenheit das carecamp unterstützt.

Wir freuen uns daher darüber, dass die PMU am carecamp Demenz 2017 mit einem Impulsreferat vertreten ist und Ergebnisse aus der Studie PAiS vorstellen wird.

Der Titel des Referates:

Perspektiven und Grenzen in der Pflege eines Angehörigen mit Demenz.

In der Betreuung eines Menschen mit Demenz treffen nicht nur unterschiedliche Akteure aufeinander, sondern auch deren unterschiedliche Perspektiven auf die Versorgungssituation. Neben der Perspektive der Menschen mit Demenz und deren pflegender Angehöriger sind hierbei auch die Perspektiven der professionellen Versorger von zentraler Bedeutung. Ergänzen und bereichern sich diese Perspektiven, so trägt das zu einem besseren Gelingen der Versorgungsituation bei. Insbesondere dann, wenn die Betreuung eines Menschen mit Demenz aufgrund hoher Belastungen und einer Zunahme kritischer Ereignisse zu scheitern droht, können die verschiedenen Perspektiven als wichtige Ressource angesehen werden. In der Zusammenschau der verschiedenen Perspektiven können die Grenzen in der Pflege eines an Demenz erkrankten Angehörigen eher erkannt, und gefährlichen Verläufen dadurch auch früher vorgebeugt werden.

Vor diesem Hintergrund werden im Referat erste ausgewählte Ergebnisse aus dem laufenden Forschungsprojektes PAiS präsentiert, das die häuslich ambulante Versorgungssituation von Menschen mit Demenz und deren pflegender Angehöriger im ländlichen Raum Salzburgs untersucht. Aus der Perspektive der im Projekt befragten pflegenden Angehörigen, der ambulant Pflegenden sowie der HausärztInnen wird erörtert, woran die Grenzen der Angehörigenpflege jeweils festgemacht werden und daran anknüpfend, wie diese Grenzen von den pflegenden Angehörigen erlebt werden.

Das Forschungsprojekt PAiS (Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz in Salzburg) wird in Kooperation des Instituts für Pflegewissenschaft und -praxis und des Instituts für Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin der Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg durchgeführt. Kontakt und weitere Informationen unter: www.pais-studie.at

Die beiden Referenten:

MMag. Simon Krutter
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studium der Pflegewissenschaft und Soziologie an der Universität Wien, Student des Doktoratsstudiums zum Ph.D. in Nursing & Allied Health Sciences in Salzburg. Seit 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrender am Institut für Pflegewissenschaft und -praxis an der PMU in Salzburg. Projektkoordinator im Forschungsprojekt PAiS. In seinem Doktorratsstudium beschäftigt sich Simon Krutter mit den Grenzen der Angehörigenpflege von Menschen mit Demenz und dem familialen Erleben der Phase der Institutionalisierung.

Roland Eßl-Maurer, MScN
Diplomierter psychiatrischer Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaftler
Seit 19 Jahren im akutpsychiatrischen stationären Bereich tätig, seit 7 Jahren Stationsleitung auf der Station für Krisenintervention und Suizidprävention, Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie – CDK und seit 1 Jahr als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt PAiS an der PMU tätig.

Impulsreferat von Raphael Schönborn

Ein Carecamper der ersten Stunde, Raphael Schönborn, steht uns am carecamp demenz 2017 als Impulsreferent zur Verfügung. Wir freuen uns sehr darüber!

Der Titel seines Referates:

Was heißt hier demenzsensibel?

Die Ansprüche im Demenzbereich steigen. Ein „Gut[es] Leben mit Demenz“ (Juraszovich et al. 2015) wurde von der Politik als nationale Strategie auserkoren. Die Gesellschaft soll „demenzsensibel“ werden und die Maßnahmen dafür „bedarfsgerecht“ sein. Nur wer kann bestimmen, was es heißt „demenzsensibel“ zu sein?
Bislang wird in Österreich beinahe ausschließlich aus der Außenperspektive (ExpertInnen, An-/Zugehörige) (fremd)bestimmt, was Demenz bedeutet. Direkt Betroffene können demgegenüber kaum (selbst)bestimmen, wie sie eine Demenz definiert wissen wollen, geschweige denn werden sie miteinbezogen, wenn es um relevante Entscheidungen zu ihrer Personengruppe geht. Es fehlt an Wissen, wie unmittelbar Betroffene ihr Leben trotz einer dementiellen Beeinträchtigung bewältigen und wie sie dabei unterstützt werden wollen. Der Weg zu einer wirklich „demenzsensiblen“ Gesellschaft führt deshalb nur über die Beteiligung der direkt an Demenz Betroffenen, da nur diese selbst bestimmen können, was „demenzgerecht“ sein kann.

Raphael Schönborn ist MA Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit, BA Erziehungs- und Bildungswissenschaften, DPGKP und ist Absolvent der Sonderausbildung für Lehraufgaben § 65b GuKG. Er befasst sich seit vielen Jahren als selbstständig Tätiger (raphael-schoenborn.at) mit dem Themenfeld Demenz auf praktischer und theoretischer Ebene, begleitet und berät Gruppen, Familien und Einzelpersonen, ist im Bildungs- und Projektentwicklungsbereich tätig und hat sich in seiner Masterarbeit mit dem Erleben und den Bewältigungsstrategien von Menschen mit dementiellen Beeinträchtigung im Rahmen der qualitativen, partizipativen Forschung auseinandergesetzt.

Die Masterthesis vom Raphael Schönborn kann HIER kostenfrei abgerufen werden.

Sessionangebot von Silvia Tuider

Silvia Tuider von Pro Senectute Österreich hat eine Session eingereicht zu kultureller Teilhabe von Menschen mit Demenz.

Silvia Tuider

Museumsführungen für Menschen mit Demenz – ein Stück Lebensqualität

Kunst und Kultur erhöhen die Lebensqualität, in jedem Alter und in jeder Lebenssituation. Menschen mit Demenz wollen ein Teil einer sozialen Gesellschaft sein und brauchen Möglichkeiten für sinnerfüllte Aktivitäten.

Pro Senectute lädt seit 2015 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Senioren- und Kultureinrichtungen zu Seminaren ein, um Museumsführungen für Menschen mit Demenz und ihren Begleitpersonen ein, in Österreich zu ermöglichen.

Seit kurzem gibt es in drei Wiener Museen dieses Angebot . Regelmäßig finden öffentliche Führungen für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen und Betreuungspersonen statt. Damit können Angehörige und Betroffene sich eine „schöne“ Zeit schenken.

Sessionangebot von Maria Gruber

DGKP Maria Gruber, MSc, ist Qualitäts- und Projektmanagerin für die Pflege- und Betreuungseinrichtungen im Roten Kreuz Salzburg. Sie bietet eine Session an, in der Fallbesprechungen und kritisches Denken in der Pflege als mögliche Hilfe bei herausforderndem Verhalten demenzkranker Menschen gemeinsam besprochen und diskutiert werden sollen.

Maria Gruber

„Gemeinsam besprechen- professionell handeln“ – Fallbesprechungen bei herausforderndem Verhalten von Menschen mit Demenz in der stationären Langzeitpflege“

Alle, die in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen tätig sind, kennen das: Sie sind mit Situationen im Pflegealltag konfrontiert, die nicht nur sie selbst und ihre Arbeitskolleginnen und -Kollegen herausfordern, sondern auch andere Bewohnerinnen und Bewohner überfordern.

Da ist beispielsweise ein demenzkranker Mensch, der ohne Vorwarnung andere Menschen plötzlich schlägt, dort jemand, der die Privatsphäre anderer nicht mehr beachten kann, ein Dritter, der ständig auf der Suche ist, auch wenn weder für ihn noch für andere klar ist, wonach und was er sucht. Das kann belasten, stören, überfordern und emotionale Reaktionen hervorrufen.
In der Session erkläre ich was kritisches Denken in der Pflege bedeutet und welche Fragen in einer Fallbesprechung im Team gemeinsam gestellt und diskutiert werden sollen und können.

Die Session wird durch Fallbeispiele aus der eigenen Praxis und (hoffentlich auch vielen) Ideen, Beispielen und Anregungen der Session-Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessant und lebendig sein.

Für Interessierte gibt es eine Übersicht, in der Sie Ihre eigene Fähigkeit zum Kritischen Denken einschätzen können (Maria Müller-Staub, 2012)

Sessionangebot Volkshilfe Steiermark

Ellmaier Daniela, Holzer Ingeborg und Königsberger Francesco, alle drei sind EinsatzleiterInnen des Mobilen Pflege- und Betreuungsdienstes der Volkshilfe Steiermark, bieten eine Session zum Thema Bezugspflege.

holzer ingeborg

Bezugspflege im Rahmen der Demenzpflege – ein essentielles Konzept

Die Bezugspflege ist ein wichtiger Bestandteil der Erbringung von Mobiler Pflege und Betreuung. In der Steiermark ist sie in den Verträgen des Landes mit den Trägerorganisationen fix verankert. Das Konzept „Primary Nursing“ diente als Grundlage und wurde entsprechend an die Anforderungen der häuslichen Pflege und Betreuung angepasst.

Die DGKS/P ist für eine bestimmte Anzahl von KundInnen zuständig. Die Zuteilung erfolgt einerseits nach ökonomischen Grundlagen, wie z.B. Wohnort der KundIn/DGKP und nach Kompetenzen der DGKP, wie z.B. Demenzbeauftragte. Als Bezugs-DGKP steuert sie/er den Pflegeprozess der KundInnen, für die sie/er verantwortlich ist. Sie/er leitet in dieser Funktion alle MitarbeiterInnen des Betreuungsteams (PflegehelferInnen/HeimhelferInnen) an. Die PflegehelferInnen/HeimhelferInnen wenden sich mit aktuellen Rückmeldungen zum Gesundheitszustand der betreuten KundIn direkt an die Bezugs-DGKP.

Falls erforderlich holt sie fachlichen Rat bei einer Spezialistin(Beauftragte) im DGKP-Team zu Dekubitus, Demenz, Wundversorgung oder Kontinenz ein.

Gerade an Demenz erkrankte Personen, brauchen Struktur und einen geplanten Ablauf. Hier geht es viel um Sicherheit und Geborgenheit für den Betroffenen. Wir entlasten in unserem täglichen Berufsalltag somit die Angehörigen und KundInnen/KlientInnen. Bezugspflege ermöglicht es uns die Bedürfnisse besser wahr zu nehmen und Gewohnheiten bereits zu kennen bevor der/die KundIn diese nicht mehr benennen kann. Durch die Kontinuität der Betreuung kann ein gezielter Tagesablauf gesteuert und implementiert werden. Dadurch finden sich KundIn und auch deren Angehörige besser zu recht. Es ermöglich ein längeres wohnen in den eigenen Wänden.
Eine Bezugspflegeperson übernimmt somit nicht nur eine wichtige Rolle als Ansprechperson, sondern erkennt Veränderungen des Allgemeinzustandes oder der kognitiven Leistung sofort und kann mit gezielten Maßnahmen sofort darauf reagieren.

Die praktische Erfahrung zeigt, dass Veränderungen der Stimmung und auch Aggressivität welche im Zuge des Krankheitsbildes entsteht verbessert werden können. Schrittweise ist es möglich notwendige Pflegehandlungen durchzuführen mit aktiver Unterstützung des/der betroffenen Person.

Merken

Sessionangebot von Jörg Fuhrmann

Ein weiteres spannendes Sessionangebot kommt von Jörg Fuhrmann. Er ist MSc (palliative-care), Diplom. Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflege-Clown und Trauerbegleiter.

FUHRMANN JÖRG

 

RHYTHMUS TRÄGT LEBEN – Menschen mit Demenz im Einklang begegnen

Dein Rhythmus – Mein Rhythmus. Jeder Mensch lebt in seinem eigenen Rhythmus, welchen er großteils selber bestimmen kann. Wir atmen, bewegen, reden und essen in unserem eigenen Tempo und Rhythmus und können somit ganz bei uns selber sein.
Menschen mit Demenz leben auch in ihrem eigenen Tempo und Rhythmus, ihrer Welt. Leider ist es jedoch für die Menschen mit Demenz nicht immer möglich in ihrem Rhythmus zu sein, da sie von Pflege- und Betreuungspersonal, Angehörigen und zahlreichen Umwelteinflüssen oft in andere, ihnen fremde Rhythmen gedrängt werden. Diese daraus entstehende Disharmonie lässt Menschen mit Demenz noch mehr aus Ihrem Leben entgleisen und führt zu herausforderndem Verhaltensmustern.
Pflegende und Betreuende haben viel Empathie und Fachwissen über das Krankheitsbild Demenz sowie mögliche Verhaltensweisen. Aber wie stehen wir zu uns selber, bzw. sind wir im Einklang mit uns selber wenn wir Menschen mit Demenz begleiten. Wir gestalten die Welt der Menschen mit Demenz zu einem nicht geringen Anteil mit. Oft liegt es am Einklang mit mir selber ob eine Begegnung möglich ist.

Diese Session will versuchen bewusst zu machen was es für einen Menschen mit Demenz bedeutet nicht in seinem Rhythmus zu sein und welchen Einfluss unser eigener Rhythmus auf uns und somit auf den Menschen mit Demenz hat. Nur wer sich selber gut spürt kann auch Menschen mit Demenz spüren und verstehen.

Merken