Tag Archiv für Demenz

Sessionangebot von Silvia Tuider

Silvia Tuider von Pro Senectute Österreich hat eine Session eingereicht zu kultureller Teilhabe von Menschen mit Demenz.

Silvia Tuider

Museumsführungen für Menschen mit Demenz – ein Stück Lebensqualität

Kunst und Kultur erhöhen die Lebensqualität, in jedem Alter und in jeder Lebenssituation. Menschen mit Demenz wollen ein Teil einer sozialen Gesellschaft sein und brauchen Möglichkeiten für sinnerfüllte Aktivitäten.

Pro Senectute lädt seit 2015 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Senioren- und Kultureinrichtungen zu Seminaren ein, um Museumsführungen für Menschen mit Demenz und ihren Begleitpersonen ein, in Österreich zu ermöglichen.

Seit kurzem gibt es in drei Wiener Museen dieses Angebot . Regelmäßig finden öffentliche Führungen für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen und Betreuungspersonen statt. Damit können Angehörige und Betroffene sich eine „schöne“ Zeit schenken.

Sessionangebot von Maria Gruber

DGKP Maria Gruber, MSc, ist Qualitäts- und Projektmanagerin für die Pflege- und Betreuungseinrichtungen im Roten Kreuz Salzburg. Sie bietet eine Session an, in der Fallbesprechungen und kritisches Denken in der Pflege als mögliche Hilfe bei herausforderndem Verhalten demenzkranker Menschen gemeinsam besprochen und diskutiert werden sollen.

Maria Gruber

„Gemeinsam besprechen- professionell handeln“ – Fallbesprechungen bei herausforderndem Verhalten von Menschen mit Demenz in der stationären Langzeitpflege“

Alle, die in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen tätig sind, kennen das: Sie sind mit Situationen im Pflegealltag konfrontiert, die nicht nur sie selbst und ihre Arbeitskolleginnen und -Kollegen herausfordern, sondern auch andere Bewohnerinnen und Bewohner überfordern.

Da ist beispielsweise ein demenzkranker Mensch, der ohne Vorwarnung andere Menschen plötzlich schlägt, dort jemand, der die Privatsphäre anderer nicht mehr beachten kann, ein Dritter, der ständig auf der Suche ist, auch wenn weder für ihn noch für andere klar ist, wonach und was er sucht. Das kann belasten, stören, überfordern und emotionale Reaktionen hervorrufen.
In der Session erkläre ich was kritisches Denken in der Pflege bedeutet und welche Fragen in einer Fallbesprechung im Team gemeinsam gestellt und diskutiert werden sollen und können.

Die Session wird durch Fallbeispiele aus der eigenen Praxis und (hoffentlich auch vielen) Ideen, Beispielen und Anregungen der Session-Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessant und lebendig sein.

Für Interessierte gibt es eine Übersicht, in der Sie Ihre eigene Fähigkeit zum Kritischen Denken einschätzen können (Maria Müller-Staub, 2012)

Sessionangebot Volkshilfe Steiermark

Ellmaier Daniela, Holzer Ingeborg und Königsberger Francesco, alle drei sind EinsatzleiterInnen des Mobilen Pflege- und Betreuungsdienstes der Volkshilfe Steiermark, bieten eine Session zum Thema Bezugspflege.

holzer ingeborg

Bezugspflege im Rahmen der Demenzpflege – ein essentielles Konzept

Die Bezugspflege ist ein wichtiger Bestandteil der Erbringung von Mobiler Pflege und Betreuung. In der Steiermark ist sie in den Verträgen des Landes mit den Trägerorganisationen fix verankert. Das Konzept „Primary Nursing“ diente als Grundlage und wurde entsprechend an die Anforderungen der häuslichen Pflege und Betreuung angepasst.

Die DGKS/P ist für eine bestimmte Anzahl von KundInnen zuständig. Die Zuteilung erfolgt einerseits nach ökonomischen Grundlagen, wie z.B. Wohnort der KundIn/DGKP und nach Kompetenzen der DGKP, wie z.B. Demenzbeauftragte. Als Bezugs-DGKP steuert sie/er den Pflegeprozess der KundInnen, für die sie/er verantwortlich ist. Sie/er leitet in dieser Funktion alle MitarbeiterInnen des Betreuungsteams (PflegehelferInnen/HeimhelferInnen) an. Die PflegehelferInnen/HeimhelferInnen wenden sich mit aktuellen Rückmeldungen zum Gesundheitszustand der betreuten KundIn direkt an die Bezugs-DGKP.

Falls erforderlich holt sie fachlichen Rat bei einer Spezialistin(Beauftragte) im DGKP-Team zu Dekubitus, Demenz, Wundversorgung oder Kontinenz ein.

Gerade an Demenz erkrankte Personen, brauchen Struktur und einen geplanten Ablauf. Hier geht es viel um Sicherheit und Geborgenheit für den Betroffenen. Wir entlasten in unserem täglichen Berufsalltag somit die Angehörigen und KundInnen/KlientInnen. Bezugspflege ermöglicht es uns die Bedürfnisse besser wahr zu nehmen und Gewohnheiten bereits zu kennen bevor der/die KundIn diese nicht mehr benennen kann. Durch die Kontinuität der Betreuung kann ein gezielter Tagesablauf gesteuert und implementiert werden. Dadurch finden sich KundIn und auch deren Angehörige besser zu recht. Es ermöglich ein längeres wohnen in den eigenen Wänden.
Eine Bezugspflegeperson übernimmt somit nicht nur eine wichtige Rolle als Ansprechperson, sondern erkennt Veränderungen des Allgemeinzustandes oder der kognitiven Leistung sofort und kann mit gezielten Maßnahmen sofort darauf reagieren.

Die praktische Erfahrung zeigt, dass Veränderungen der Stimmung und auch Aggressivität welche im Zuge des Krankheitsbildes entsteht verbessert werden können. Schrittweise ist es möglich notwendige Pflegehandlungen durchzuführen mit aktiver Unterstützung des/der betroffenen Person.

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Sessionangebot von Jörg Fuhrmann

Ein weiteres spannendes Sessionangebot kommt von Jörg Fuhrmann. Er ist MSc (palliative-care), Diplom. Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflege-Clown und Trauerbegleiter.

FUHRMANN JÖRG

 

RHYTHMUS TRÄGT LEBEN – Menschen mit Demenz im Einklang begegnen

Dein Rhythmus – Mein Rhythmus. Jeder Mensch lebt in seinem eigenen Rhythmus, welchen er großteils selber bestimmen kann. Wir atmen, bewegen, reden und essen in unserem eigenen Tempo und Rhythmus und können somit ganz bei uns selber sein.
Menschen mit Demenz leben auch in ihrem eigenen Tempo und Rhythmus, ihrer Welt. Leider ist es jedoch für die Menschen mit Demenz nicht immer möglich in ihrem Rhythmus zu sein, da sie von Pflege- und Betreuungspersonal, Angehörigen und zahlreichen Umwelteinflüssen oft in andere, ihnen fremde Rhythmen gedrängt werden. Diese daraus entstehende Disharmonie lässt Menschen mit Demenz noch mehr aus Ihrem Leben entgleisen und führt zu herausforderndem Verhaltensmustern.
Pflegende und Betreuende haben viel Empathie und Fachwissen über das Krankheitsbild Demenz sowie mögliche Verhaltensweisen. Aber wie stehen wir zu uns selber, bzw. sind wir im Einklang mit uns selber wenn wir Menschen mit Demenz begleiten. Wir gestalten die Welt der Menschen mit Demenz zu einem nicht geringen Anteil mit. Oft liegt es am Einklang mit mir selber ob eine Begegnung möglich ist.

Diese Session will versuchen bewusst zu machen was es für einen Menschen mit Demenz bedeutet nicht in seinem Rhythmus zu sein und welchen Einfluss unser eigener Rhythmus auf uns und somit auf den Menschen mit Demenz hat. Nur wer sich selber gut spürt kann auch Menschen mit Demenz spüren und verstehen.

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Sessionangebot Sabine Wolfmayr

Heute darf ich das Sessionangebot von Sabine Wolfmayr vorstellen, einer psychiatrischen Gesundheits- und Krankenschwester, die auf  einer neurologisch-psychiatrischen Gerontologie-Abteilung in einem Akutkrankenhaus arbeitet.

wolfmayr

Was tun wenn die schwarze Luft kommt und die Schaffenskraft kein Ende nimmt? – oder – Verhaltensstörung von Menschen mit Demenz – eine große Herausforderung!

Ich lade Sie herzlich ein, auf eine Entdeckungsreise in meinen Mikrokosmos als psychiatrische Krankenschwester an einer Neurologisch Psychiatrischen Gerontologie Abteilung in einem Akutkrankenhaus. Wir begegnen auf diesem Wege Menschenbildern und treffen auf die Wirkung der Spiegelneuronen. An praktischen Beispielen versuche ich Ihnen ein facettenreiches Bild unserer gelebten Bezugspflege (Primary Nursing) zu zeichnen.

Jedes Verhalten hat Mitteilungscharakter, so Paul Watzlawick.
Meine Praxis zeigt, dass das Verhalten von Menschen mit Demenz häufig nicht verstanden wird, es kommt zu Übersetzungsschwierigkeiten und am Ende des Gespräches oder der Begegnung stehen oft Hilfslosigkeit, Angst und Überforderung auf beiden Seiten.
Wenn die Schaffenskraft von Menschen mit Demenz kein Ende nehmen will und die Verständigung zwischenmenschlich nicht gelingt, werden mehr oder weniger schmerzlich Grenzen spürbar, oftmals auch sichtbar.
Was aber geschieht, wenn diese Grenzen überschritten werden?
Wo beginnt die Freiheit des Einzelnen, wo hört sie auf?
Für Pflegende ein Balanceakt zwischen Beobachten, Wahrnehmen und Einfühlen um in Sekundenschnelle das passende Konzept zur Hand zu haben um sanft zu begleiten und lenken.

Sie als Expertinnen und Experten Ihrer eigenen Lebenswelt, vielleicht auch aus Ihrem beruflichen Kontext heraus, haben dazu Ideen, Wünsche oder Vorstellungen.
Helfen Sie mir bei der Übersetzung der Fremdsprache „Herausforderndes Verhalten“!
Ich freue mich auf eine spannende Session im Rahmen des carecamp demenz und hoffe auf eine rege Diskussion.
Mein Koffer ist gepackt mit Fallbeispielen, fachlicher Expertise, Humor und Begeisterung und es ist darin noch jede Menge Platz für Ihre kreativen Ideen.

Sessionangebot Raphael Schönborn

Wir freuen uns das erste Sessionangebot vorstellen zu dürfen.

Raphael Schönborn von Raphael Schönborn – Pflege, Betreuung, Beratung und treuer Carecamper der ersten Stunde hat folgendes Sessionangebot für das carecamp demenz gemacht.

Schönborn Raphael

„Ich fühle mich gar nicht dement.“ Erkenntnisse aus der betroffenenorientierten Demenzforschung für die Praxis.

Menschen mit dementiellen Beeinträchtigungen (MmD) sind in Österreich weder im öffentlichen noch im wissenschaftlichen Diskurs mit ihren Selbstäußerungen vertreten. Aussagen über Betroffene stammen aus der Außenperspektive (Fremdbestimmung), wie der Medizinwissenschaft, welche Demenz als psychische Störung (ICD-10, DSM-5) deklariert oder von betreuenden/pflegenden An-/Zugehörigen, welche die Demenz als große Belastung bezeichnen.

Erkenntnisse über das Erleben, die Bewältigungsprozesse und die Wünsche und Bedürfnisse von MmD aus der Perspektive der Betroffenen durch Forschung zu gewinnen, ist ein wichtiger Beitrag zur Selbstbestimmung von MmD und zur Entwicklung evidenzbasierter, bedarfsgerechter Interventionsformen.

Danke für das spannende Angebot!

PMU unterstützt carecamp demenz

Wir freuen uns unseren ersten Sponsor offiziell bekanntgeben und vorstellen zu dürfen.

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Die PMU über sich selbst:

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) ist eine als Privatstiftung organisierte Institution mit Standorten in Salzburg und Nürnberg. Lehre, Forschung und Patientenbetreuung – das sind die drei Säulen, auf denen die Universität 2002 begründet wurde und die nach wie vor höchste Priorität haben. Mit 20 Universitätsinstituten, einem Forschungszentrum und acht Forschungsprogrammen konnten – gemeinsam mit den Salzburger Universitätskliniken – am Salzburger Standort ein erstklassiges Ausbildungsangebot und exzellente Forschung aufgebaut werden.

Seit Herbst 2007 wird an der Paracelsus Universität neben dem Studium der Humanmedizin ein Studium der Pflegewissenschaft angeboten. Damit wird auf soziale, demographische und medizinische Entwicklungen reagiert, um die Zukunft der Pflege bedürfnisgerecht mitzugestalten. Aktuell nutzen über 500 Studierende unsere Studienangebote. Der Studiengang „2in1-Modell Pflege“ bietet den Bakkalaureats-Abschluss in Kombination mit der Berufsberechtigung für die Gesundheits- und Krankenpflege an. Das Online-Bachelorstudium der Pflegewissenschaft richtet sich an diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal und baut auf den Einsatz von speziellen Lehr- und Lernformen auf. Das Masterstudium Pflegewissenschaft ist als kombinierter Online-/Präsenzstudiengang konzipiert, welcher berufsbegleitend absolviert werden kann. 2016 startete erstmalig unser PhD-Studiengang, welcher das Studienangebot abrundet. Parallel zu den Studienangeboten werden am Institut mehrere langfristige klinisch-patientenbezogene Forschungsprojekte in unterschiedlichen Versorgungsbereichen bearbeitet. Seit Frühjahr dieses Jahres ist das Institut für Pflegewissenschaft und -praxis WHO Collaborating Centre for Nursing Research and Education.

Näheres unter: www.pmu.ac.at

Die Motivation der PMU das carecamp demenz 2016 zu unterstützen:

Wir schätzen das offene Format der Veranstaltung und freuen uns über die Möglichkeit in diskursiver Art und Weise mit Praktikern, Betroffenen und Professionisten in Kontakt treten zu dürfen. Aufgrund eines aktuell anlaufenden wissenschaftlichen Forschungsprojekts zum Thema Demenz im Bundesland Salzburg freuen wir uns besonders auf den Austausch mit pflegenden Angehörigen, deren Bedürfnisse für unser Projekt von zentralem Interesse sind. Da dem „carecamp demenz“ ein Brückenschlag zwischen der Alltags- und der Wissenschaftsdimension von Demenz gelingt, ist es uns eine große Freude als Sponsor auftreten zu dürfen.

Herzlichen Dank an die PMU, herzlichen Dank an Prof. Osterbrink für die erneute Unterstützung!

 

Sessionangebot Ursula Halbmayr-Kubicsek

Wir freuen uns das nächste Sessionangebot vorzustellen und bedanken uns gleichzeitig für das Engagement! Es sind die TeilnehmerInnen, die mit spannenden Inhalte und Diskussionsangeboten das CARECAMP erst gestalten! Danke!

Ursula Halbmayr-Kubicsek – Lehrende FH Gesundheits- und Krankenpflege/ Vinzentinum Linz

kubiscekSessiontitel:
Autonomie am Lebensende trotz Hochaltrigkeit und Demenz?! Advance Care Planning als Chance

Alte Menschen mit demenzieller Erkrankung werden am Lebensende häufig nicht gemäß ihrer Vorstellung betreut. Unklarheiten zu den Behandlungsvorstellungen der hochbetagten und kognitiv beeinträchtigten Menschen führen dazu, dass diese am Lebensende bei Verschlechterungen des AZ oder krisenhaften Ereignissen in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein Sterben in der vertrauten Umgebung ist dadurch oft nicht möglich. Advance Care Planning (ACP) bietet eine Möglichkeit, Behandlungs- und Versorgungsvorstellungen frühzeitig festzuhalten und die Pflege und Betreuung gemäß den Wünschen der Betroffenen auszurichten. Chancen, Möglichkeiten aber auch Einschränkungen von ACP würde ich gerne mit Ihnen diskutieren und Best Practice Szenarien für die Altenpflege sammeln und erläutern.

Sessionangebot Anita Hofmann

Fast in letzter Minute ist noch ein Sessionangebot „hereingeflattert“. Und mit dem Angebot zeigt sich, dass das Thema Demenz heuer stark am CARECAMP vertreten ist.

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Mag. Anita Hofmann, Fachstelle für pflegende Angehörige, Projekt Respekt,
Caritas Salzburg  

Sessiontitel: Demenzfreundliche Lebensräume schaffen am Beispiel von 2 Projekten der Caritas Salzburg

Die Caritas Salzburg hat vor 6 Jahren die „Fachstelle für pflegende Angehörige“ geschaffen mit dem Ziel, privat pflegende Personen zu unterstützten, zu begleiten und zu entlasten.
Innerhalb der Fachstelle sind ausgehend von dieser Zielsetzung zwei durch die EU (Interreg) und dem Fonds Gesundes Österreich geförderten Projekte entstanden:
NaMaR (Netzwerk für alte Menschen im alpenländischen Raum) und Respekt für ältere Menschen und pflegende Angehörige
Im Projekt NaMaR wurden ehrenamtliche MiA-(mit-Angehörigen) BegleiterInnen ausgebildet, die pflegenden Angehörigen in erster Linie als GesprächspartnerInnen zur Verfügung stehen. Das Projekt Respekt will durch spezielle Schulungsangebote zum Thema Demenz für unterschiedliche Zielgruppen mit dazu beitragen, demenzfreundliche Lebensräume zu schaffen.
In der Session werden die Projektkonzepte und -erfolge vorgestellt. Ich möchte gerne mit Ihnen darüber diskutieren, welche Entlastungsangebote privat pflegende Angehörige am dringendsten brauchen, wie pflegende Angehörige, die jahrelang ohne professionelle Hilfe pflegen, erreicht werden können und welcher Beitrag zur Entlastung solche und ähnliche Projektansätze leisten können.

Sessionangebote M. Hagedorn und H. Schloffer

Und hier die nächsten beiden Sessionangebote.

Hagedorn_Portrait2Michael Hagedorn, Fotograf mit Schwerpunkt Pflege, Initiator der Demenzkampagne KONFETTI IM KOPF

Sessiontitel: KONFETTI IM KOPF. Ein neues Bild von Demenz – KONFETTI IM KOPF. Wie es gelingen kann, das angstbesetzte Thema Demenz in die breite Öffentlichkeit zu tragen und zu einem Perspektivwechsel einzuladen.

Die in Hamburg ansässige gemeinnützige Organisation KONFETTI IM KOPF initiiert in Zusammenarbeit mit einem großen Netzwerk aus der Demenzpflege aufmerksamkeitsstarke Stadt-Events. Im Mittelpunkt dieser außergewöhnlichen Kampagne steht eine lebensbejahende Open-Air-Ausstellung im öffentlichen Raum. Sie wird begleitet von einem facettenreichen und informativen Rahmenprogramm aus Workshops, Konzerten, Lesungen, Vorträgen, außergewöhnlichen Stadtaktionen und einer professionellen Werbe- und PR-Kampagne.
KONFETTI IM KOPF spricht eine breite Öffentlichkeit, aber auch Betroffene, Angehörige und Fachpublikum an. Alle Aktionen beziehen auch Menschen mit Demenz als aktive Teilnehmer mit ein. Neben der großen Öffentlichkeitskampagne bilden nachhaltige Projekte die zweite Säule der Philosophie von KONFETTI IM KOPF. So werden ab Frühjahr 2014 an zunächst zwei Standorten in Hamburg die ersten KONFETTI-Cafés ihre Türen für alle Menschen im Quartier, ob mit oder ohne Demenz, öffnen.
KONFETTI IM KOPF steht unter der Schirmherrschaft des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Prof. Dr. Roman Herzog und wurde ausgezeichnet mit dem EFID-Award 2014, dem Hertie-Preis 2011, sowie dem PR-Report-Award 2011.

helgaDr. phil. Helga Schloffer, stellv. Obfrau der Österreichischen Gesellschaft für Aktivierung und Gedächtnistraining e.V..

Sessiontitel: Aktivierende und psychosoziale Interventionen im Seniorenbereich- NICE OR NEED TO HAVE?

Aktivierung, Gedächtnistraining, psychosoziale Begleitung und Stimulierung sind wichtige Stützpfeiler der Lebensqualität in Institutionen der Seniorenbildung, -betreuung und – pflege. Für Menschen mit Demenz haben sie den gleichen Stellenwert wie die medikamentöse Behandlung. Die Wertschätzung gegenüber diesen Interventionen lässt zu wünschen übrig – noch immer steht der pflegerisch-medizinische Aspekt im Mittelpunkt, oft läuft das ganze unter Beschäftigung, Animation oder sonstigen Unworten, die einen möglichst schnellen Zeitvertreib ohne dahinterstehendes Förderkonzept bezeichnen. Es gibt keine Vorschrift, dass die handelnden Personen adäquat ausgebildet sein müssen, in Pädagogik, Didaktik, Gruppenführung bzw. sodass sie wenigstens eine Grundausstattung an Handwerkszeug zur Verfügung haben. Es gibt auf dem Markt eine Menge Seminare, aber sie müssen nicht besucht werden und bieten sehr unterschiedliche Qualität.

Wir haben die Österreichische Gesellschaft für Aktivierung und Gedächtnistraining gegründet, um das Berufsbild der Aktivierungsfachfrau, des Aktivierungsfachmanns bekannter zu machen, Menschen auszubilden und ihnen eine Plattform zur Vernetzung zu bieten.

In der Session stellen wir uns vor, zeigen Übungen und Material und freuen uns über den Austausch zu diesem Thema.