Tag Archiv für Sessionangebote

Sessionangebot Claudia Braunstein

Das heutige Sessionangebot freut mich ganz besonders. Von Beginn an sahen wir als Organisatorinnen das CARECAMP auch als eine Veranstaltung auf der Betroffene Ihre Sicht und Erlebnisse darstellen. Das folgende Sessionangebot kommt von einer Betroffenen, die viel zu sagen und uns mitzuteilen hat.

Claudia Braunstein, Betreiberin des Blogs „Geschmeidige Köstlichkeiten“

Sessiontitel
Barrierefrei kochen und essen, Gerichte für Menschen mit Dysphagie

Mein Name ist Claudia Braunstein. Ich leide durch eine Tumorerkrankung im Mundhöhlenbereich unter starken Kau- und Schluckproblemen. Als Betroffene entwickle ich seit über zwei Jahren Rezepte für Betroffene und deren Angehörige.

Auf meinem Blog Geschmeidige Köstlichkeiten, der sich hauptsächlich mit dieser Thematik beschäftigt, habe ich bisher über 300 Rezepte vorgestellt. Mir ist es ein Anliegen zu zeigen, dass sich Menschen mit derartigen Problemen, nicht ausschließlich mit Breinahrung ernähren müssen. Es ist mir auch sehr wichtig Rezepte so zu gestalten, dass sie innerhalb eines Familienverbandes für alle essbar sind.

 

Sessionangebot Sebastian Scharfetter

Wir freuen uns in den nächsten Wochen allen SessionanbieterInnen die Möglichkeit zu geben ihr Sessionangebot kurz vorzustellen.

Den Beginn macht:

Sebastian Scharfetter, Lehrer an der Krankenpflegeschule der SALK

scharfetter

Sessiontitel: „spiritual care – eine weitere (Über)Forderung  der Pflege?“  

Bei meiner würde ich Diskussionsanregungen geben zu den Fragen: Was ist der Unterschied  zwischen Religion und Spiritualität? Spiritualität als Ressource – können , wollen wir darauf verzichten? Spiritualität- dazu sind die SeelsorgerInnen da… wir haben so schon genug Arbeit…?! Spirituelle Anamnese…was ist das schon wieder? Spiritualität  zwischen caring und nursing….

Meine Erfahrung war/ist, dass viele Patienten-/BewohnerInnen  die spirituelle Frage nicht ausdrücklich stellen , oft nur versteckt…es liegt an den Pflegekräften diese Fragen als mögliche Ressource  aufzugreifen und wenn man überfordert ist mitverantwortlich weiterzuleiten an die „Experten“…und das nicht nur in konfessionellen Häusern…!

Darüber würde ich mich gerne am CARECAMP austauschen und diskutieren.

Sessionangebot Anita Hofmann

Fast in letzter Minute ist noch ein Sessionangebot „hereingeflattert“. Und mit dem Angebot zeigt sich, dass das Thema Demenz heuer stark am CARECAMP vertreten ist.

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Mag. Anita Hofmann, Fachstelle für pflegende Angehörige, Projekt Respekt,
Caritas Salzburg  

Sessiontitel: Demenzfreundliche Lebensräume schaffen am Beispiel von 2 Projekten der Caritas Salzburg

Die Caritas Salzburg hat vor 6 Jahren die „Fachstelle für pflegende Angehörige“ geschaffen mit dem Ziel, privat pflegende Personen zu unterstützten, zu begleiten und zu entlasten.
Innerhalb der Fachstelle sind ausgehend von dieser Zielsetzung zwei durch die EU (Interreg) und dem Fonds Gesundes Österreich geförderten Projekte entstanden:
NaMaR (Netzwerk für alte Menschen im alpenländischen Raum) und Respekt für ältere Menschen und pflegende Angehörige
Im Projekt NaMaR wurden ehrenamtliche MiA-(mit-Angehörigen) BegleiterInnen ausgebildet, die pflegenden Angehörigen in erster Linie als GesprächspartnerInnen zur Verfügung stehen. Das Projekt Respekt will durch spezielle Schulungsangebote zum Thema Demenz für unterschiedliche Zielgruppen mit dazu beitragen, demenzfreundliche Lebensräume zu schaffen.
In der Session werden die Projektkonzepte und -erfolge vorgestellt. Ich möchte gerne mit Ihnen darüber diskutieren, welche Entlastungsangebote privat pflegende Angehörige am dringendsten brauchen, wie pflegende Angehörige, die jahrelang ohne professionelle Hilfe pflegen, erreicht werden können und welcher Beitrag zur Entlastung solche und ähnliche Projektansätze leisten können.

Sessionangebote Raphael Schönborn

portrait-raphaelGleich zwei Sessionangebote hat Raphael Schönborn für das CARECAMP 2014 eingereicht.

Sessiontitel 1: Mensch(-licher) mit Demenz. Gegen die Biologisierung des Sozialen.

Der Demenzdiskurs wird vom medizinwissenschaftlichen Modell dominiert, dessen Programmatik die Bekämpfung und Eindämmung der Erkrankung ist. Für Menschen mit Demenz entsteht durch die Defektzentrierung die Gefahr der gesellschaftlichen Stigmatisierung und Exklusion.
Dass die Demenz eine Beeinträchtigung darstellt, die unter den Schutzbereich des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (RMB-Ü) fallen, wird dabei kaum beachtet. Die daraus resultierenden menschenrechtliche Verpflichtungen gegenüber demenzkranken Menschen werden bislang systematisch vernachlässigt.

Diese Session kritisiert Fremdbestimmung bei Demenz und fordert sozial-integrative Ansätze als menschenrechtliche Verpflichtung.

Sessiontitel 2: Man(n) pflegt! Das Problem der mangelnden Sichtbarkeit „männlicher Pflege“.

Männer werden als vernachlässigbare Randgruppe in der Angehörigenpflege betrachtet. Die Kenntnisse zur Lebenslage von Männern in der Pflege sind dementsprechend gering und Unterstützungsangebote orientieren sich meist an den Bedürfnissen von Frauen. Ungefähr ein Viertel aller betreuenden und pflegenden Angehörigen in Österreich sind aber Männer, weshalb deren Leistung stark unterschätzt wird.
Diese Session setzt sich mit der Fürsorgetätigkeit von Männern in der Angehörigen-pflege auseinander und plädiert für geschlechtersensible Unterstützungsangebote bei männlichen Pflegearrangements.

Sessionangebote P. Mörwald und D. Hofer

Und hier die nächsten beiden Sessionangebote, dieses Mal von zwei Männern.

David Hofer, Geschäftsführer Lifetool

Profilbild David HoferSessiontitel: Kommunikationshilfen für Menschen ohne Lautsprache. Entlastung oder Belastung für die Pflege ?

Kommunikation ist ein elementares Grundbedürfnis. Menschen erleben auf Grund eines Schlaganfalls, einer Schädel-Hirn-Verletzung oder durch fortschreitende Erkrankungen eine vorübergehende oder dauerhafte Beeinträchtigung ihrer lautsprachlichen Fähigkeiten.
Ohne jedes Entgegenkommen durch pflegende Personen kann dies eine zum Teil massive Einschränkung in ihrer Autonomie, ihrer Selbstbestimmtheit und in ihrer Würde bedeuten. Das Konzept der „Unterstützten Kommunikation“ bietet individuelle Maßnahmen  für eine bessere zwischenmenschliche Kommunikation, indem körpereigene Formen wie Gestik, Mimik und Gebärden, nichtelektronische Hilfsmittel wie Kommunikationstafeln und Bildkarten sowie elektronische Hilfsmittel, insbesondere Sprachausgabegeräte (z.B. Tablet-PC mit einer Sprachausgabe APP), aber auch Hilfsmittel zur Steuerung des Umfeldes eingesetzt werden.
Ich möchte gerne diskutieren, ob das Konzept der Unterstützten Kommunikation in der Pflege überhaupt wahrgenommen wird und ob Assistierende Technologien (z.B. iPad mit Sprach-App)  zu einer verbesserten Kommunikation beitragen können.

Paul Mörwald, Pflegepädagoge, Trainer, Komunariko

Paul_Moerwald_komunariko_2012Sessiontitel: Zufrieden pflegen oder ausbrennen?

Pflegende, die ihren Beruf jahrzehntelang mit Freude ausüben gibt es wirklich – nicht nur in Groschenromanen. Aber: was unterscheidet sie von jenen, die schon nach wenigen Berufsjahren ausbrennen, fertig sind, aussteigen weil sie nicht mehr können?
Wir gehen der Frage nach, was Pflegende brauchen um gesund und zufrieden arbeiten zu können. Da gibt es eine ganze Menge. Auch das Belastende, das Schwierige, das Stressende am Arbeitsplatz Pflege soll thematisiert werden. Und jene Fragen und Erwartungen, die die junge Generation in der Pflege mit der Zukunft unseres Berufes verbindet. Wie soll die Pflege der Zukunft aussehen?
Dazu werden neue, ressourcenorientierte Techniken aus der aktuellen Motivationspsychologie und Hirnforschung vorgestellt, die es uns ermöglichen, in schwierigen Situationen in Balance zu bleiben.

Sessionangebote Rosemarie Bleil

Und weiter geht’s mit den nächsten beiden Angeboten für Sessions.

Rosemarie Bleil – Sozialmanagement, ex. AP, Gerontotherapeutin, Klangpädagogin in Pflege, Demenz und Palliativbegleitung

rosi neuSessiontitel 1: Klangschalen bei Demenz und in der Palliativbegleitung. Nonverbale Kommunikation wertschätzend und nach SMEI Konzept“.

Das SMEI Konzept ( Sensomotorische erlebniszentrierte Interaktion ) von Dr. Udo Baer „Stiftung Würde“ und „Institut für Gerontopsychiatrie aus Neukirchen Vlyn“ beschreibt treffend, was bei Demenz und Pflege anspricht und der Titel „Das Herz wird nicht dement“ bestätigt die Arbeit der Sinne.

Interaktion mit Klangschalen, spüren der sanften Schwingung und dadurch sich wieder Wahrnehmen, basale Stimulation und ein qualitativ hochwertiges Zusatzangebot in Pflege und Betreuung mit Klangschalen, am Körper, um den Körper, Einzel- und Gruppenangebot lassen den Pflegealttag für Bewohner und Mitarbeiter eine Zeit der Ruhe und Wertschätzung Kommunikation ohne viel Worte. Die Praxis beweist, dass mit dieser wertvollen Arbeit sogar Medikamente reduziert werden können.

Sessiontitel 2: Sozialprojekte in der Pflege und bei Demenz mit Handwerk, KUnst, Kultur und Vereinen.

An Hand der Vereinsliste einer Gemeinde, Kommune können sehr schnell kreative und innovative soziale Projekte durchgeführt werden. Es kostet einige Anrufe, ein Kennenlernen und kreative Ideen. Einige Beispiele aus der Praxis werden gezeigt.
So können z.B. alte Feuerwehrmänner im Ruhestand die Feuerwehrler mit Demenz abholen und an die Hand nehmen. In der Zeit der Gemeinsamkeit entsteht für die dementen Menschen ein Stück Würde, ein Stück Wirksamkeit und sie sind im sozialem Umfeld wieder eingebracht, das bildet neue Synapsen im Gehirn und ist eine Zeit der Freude, laut Biografie.
Der Workshop lädt ein in Gruppen kreative Ideen mit Vereinen, Handwerk, Kunst und Kultur aus Salzburg auszuarbeiten.

Sessionangebote B. Meinhard-Schiebel und L. Ressi

Voila! Hier die beiden nächsten Sessionangebote!
Für Alle, die neu mitlesen: Ein Sessionangebot ist jener Workshopbeitrag, den Teilnehmerinnen des CARECAMPS im Vorfeld anbieten. Am CARECAMP selbst werden die Sessions abgestimmt, die Teilnehmerinnen wählen also was sie hören wollen und sie interessiert. Und so entsteht das Programm des CARECAMP 2014 am 28. und 29. März 2014.

Hier nun die nächsten beiden Sessionangebote:

Birgit Meinhard – Schiebel, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger

Foto: Christian Anderl

Foto: Christian Anderl

Sessiontitel: „…..Wie bitte soll das denn gehen?“ – Wenn Unternehmen MitarbeiterInnen unterstützen, die pflegen.

Job hin oder her, jetzt brennt der Hut. Wenn Menschen ihre Angehörigen oder Zugehörigen pflegen, steht die private Welt Kopf. Selbst Menschen, die ihren Alltag gut managen, stehen plötzlich vor Fragen über Fragen. Und was, wenn dann noch neben der Familie oder allen Zugehörigen der Job, der Arbeitsplatz, das Geschäft seinen Tribut verlangt? Wie können Pflege und Beruf auf die Reihe gebracht werden? Ist das, was möglich ist, das, was hilft? Die heißen Fragen zu einem heißen Thema und die Suche nach den Antworten.

Lisa Ressi, MSc., freiberufliche DGKS, Expertin für Mikronährstoffe, Praxis für Orthomolekulare Pflege.

ressiSessiontitel: Risikofaktor Vitamin D-Mangel – von der Rachitisprophylaxe zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge

Die Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten und des Lebensstils in den letzten Jahrzehnten führten zu einem deutlichen Anstieg der chronisch degenerativen Erkrankungen. Die unzureichende Versorgung mit Mikronährstoffen spielt dabei eine wesentliche Rolle.
So zeigt sich im österreichischem Ernährungsbericht 2012 bei rund 60% der Bevölkerung ein Vitamin D-Mangel.
Da Vitamin D nicht nur für den Knochenhaushalt notwendig ist, sondern bei fast allen Stoffwechselprozessen in unserm Körper beteiligt ist, hat es eine besondere Bedeutung in der Prävention
Welche Rolle spielt dabei die Pflege?
Welche Möglichkeiten gibt es, Mikronährstoffe in der Gesundheitsförderung ein zusetzten?

Sessionangebote Ph. Bammer und S. Schiff

Das CARECAMP kommt näher und näher. Mittlerweile sind 83 Teilnehmerinnen angemeldet. Wir als Organisatorinnen gehen jetzt in den Endspurt! Letzte Sponsoren werden gesucht, technische Fragen geklärt, am Ablauf wird getüftelt und im Blog werden in den nächsten Wochen nach und nach alle Sessionangebote vorgestellt. Damit Ihr euch ein wenig einstellen könnt auf das was kommt :-)

Hier die ersten beiden Sessionangebote und die Menschen dahinter:

Marc Philipp Bammer, MHPE, DGKP – Lehrer für Gesundheits- und Krankenpflege, Landeskrankenpflegeschule Salzburg

bammer Sessiontitel: „Rebellion der Pflegekräfte“ (BRD: Aktion „Pflege liegt am Boden“/ FL: Tausende Pflegerinnen drohen mit Kündigung)- Was will die Pflege, was kann sie erreichen?

Rückblickend betrachtet gab es immer wieder Phasen des sogenannten Pflegenotstandes,- früher wurden diese Phasen ebenfalls oft durch „kämpferische“ Maßnahmen behoben. Menschen, welche sich zusammengetan haben um Verbesserungen für den Berufsstand zu erzielen. Heute spitzt sich die Lage ebenfalls zu, indem die demografische Entwicklung immer mehr zum tragen kommt und Regierungen sparen müssen wo sie nur können. Besonders schlimm erscheint die Lage in Deutschland in der der soziale Sektor weitgehend privatisiert wurde und es keinen gesetzlichen Personalschlüssel gibt. Das sich entsprechender Widerstand formiert ist demnach verständlich,- doch wodurch zeigt sich dieser und welcher Widerstand ist wirklich für den Pflegeberuf hilfreich?

Sonja Schiff, Gerontologin, Altenpflegeexpertin, Careconsulting, Carecamp

Sonja Schiff

Sonja Schiff

Sessiontitel: Missstände/ strukturelle Gewalt als MitarbeiterIn (öffentlich) aufzeigen und melden – HeldIn oder NestbeschmutzerIn??

Strukturen und Regelungen sind für Pflegeeinrichtungen unabdingbar. Sie sichern Qualität, organisieren reibungslose Abläufe und ermöglichen Kontrolle. Doch unreflektierte Regelungen, rigide Strukturen gepaart mit mangelhafter Führungskultur, fehlenden Weiterbildungen, aber auch unmotivierten Mitarbeiterinnen oder Personalnot, können zu struktureller Gewalt führen und in Folge beispielsweise zu unmenschlichem Verhalten, Entmündigung, mangelhafter Pflege.
In meiner Session möchte ich darüber diskutieren und einen Austausch führen darüber, wie man intern als MitarbeiterIn damit umgehen kann, wenn man strukturelle Gewalt erkennt. Und was man tun kann, wenn man intern, etwa von Führungskräften, nicht gehört wird. Darf man nach außen gehen, etwa an die Heimaufsicht oder Öffentlichkeit? Ist man dann HeldIn oder „NestbeschmutzerIn“??